2017

Erzählen in Leichter Sprache

Eine gelungene Sprachentwicklung: der Schlüssel zum Bildungserfolg!

Die Bandbreite bei der Sprachkompetenz aller Kindergartenkinder einer Gruppe ist heute so groß wie nie. Neben Muttersprachlern gibt es Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung, Zweitsprachler – oder gar Kinder ohne jeglichen Deutsch-Kenntnisse.

Die gute Nachricht ist: Kinder bis zum Alter von etwa zehn Jahren können eine neue Sprache noch wie ein Kleinkind lernen: Durch Hören und Sprechen, Ausprobieren und Nachahmen. Weil linke und rechte Hirnhälfte noch eng miteinander verbunden sind, schnappen Kinder neue Vokabeln und Strukturen einfach auf, ohne sie groß „pauken“ zu müssen.

Foto: Colourbox.de
Foto: Colourbox.de

 

Das „Sprachbad“ ist dabei das wichtigste Element in der Förderung kindlicher Sprachkompetenz. Geschichten und Bilderbücher können eine wertvolle Unterstützung dabei sein, Kinder möglichst viel der Sprache auszusetzen. Aber nicht alle Geschichten sind geeignet, wenn sie etwa zu kompliziert geschrieben sind oder zu viele neue Wörter auf einmal enthalten. Eine Übertragung in Leichte Sprache kann da eine Hilfe sein.

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist eine vereinfachte Ausdrucksweise, die Verständlichkeit zum obersten Ziel hat. Das „Netzwerk Leichte Sprache“ hat einen Katalog von Regeln für Texte in Leichter Sprache erarbeitet.

Leichte Sprache besteht aus sehr kurzen Sätzen. Es gibt keine Passiv-Konstruktionen, keine Genitive und keine Konjunktive. Lassen sich schwierige Wörter nicht vermeiden, werden sie einfach und anschaulich erklärt.

Beispiel „Hänsel und Gretel“

Klassische Version

Version in Leichter Sprache

Vor einem großen Wald wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Bübchen hieß Hänsel und das Mädchen Gretel.
Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als große Teuerung ins Land kam, konnte er auch das tägliche Brot nicht mehr schaffen.

Dies ist die Geschichte von Hänsel und Gretel.
Hänsel ist ein Junge.
Gretel ist ein Mädchen.
Die beiden Kinder sind Geschwister.
Der Vater von den Kindern arbeitet viel.
Aber er kriegt für seine Arbeit wenig Geld.
Er kann nur wenig Essen davon kaufen.
Es ist nicht genug für die Familie.
Die Eltern und die Kinder haben oft großen Hunger.
(Übersetzung: Katharina Gernet)

Was hat sich geändert?

  • Die Sätze sind kurz.
  • Es gibt nur Hauptsätze, keine Nebensätze.
  • Erzählt wird in der Gegenwartsform.
  • Fast jeder Satz beginnt mit dem Subjekt.
  • Schwierige Begriffe wie ‚Bübchen‘ wurden durch geläufigere Wörter wie ‚Junge‘ ersetzt.
  • Die Bedeutung von festen Redewendungen wurde aufgeschlüsselt. Statt ‚nichts zu beißen und zu brechen haben‘ heißt es nun ‚Hunger haben‘.

So geht’s

Fertigen Sie zunächst eine schriftliche Übersetzung der Geschichte an. Das hilft, nicht automatisch in die gewohnte Ausdrucksweise zurückzufallen.

  • Was sind die schwierigen Wörter? Wie lassen sie sich vereinfachen oder erklären?
  • Was sind die wichtigen Informationen, die unbedingt zum Ablauf der Geschichte gehören? Lassen Sie alles Unwichtige weg.
  • Formulieren Sie kurze Hauptsätze im Präsens, die möglichst immer mit dem Subjekt beginnen.

Das lebendige Vorlesen der Übersetzung in Leichter Sprache macht die Geschichte noch verständlicher:

  • Geben Sie jeder Figur in der Geschichte eine passende Stimme.
  • Sprechen Sie langsam und lassen Sie Zeit zwischen den Absätzen.
  • Untermalen Sie Ihren Vortrag mit Gestik und Mimik.
  • Durch Anschauungsmaterial können unbekannte Wörter erschlossen werden.

Links:

Buch Cover

 

Dieses Praxisbuch erläutert das Regelwerk der Leichten Sprache und gibt Ihnen wertvolle Tipps zum Übertragen von Märchen in gesprochene Leichte Sprache, vor allem zu Wortschatz, Satzbau und Textstruktur.
Mit zwölf ausgearbeiteten Märchen.

96 Seiten, farbig illustriert
ISBN: 978-3-7698-2276-2

Mehr dazu finden Sie hier

 

6 Märchen in Leichter Sprache

ca. 96 Seiten, gesetzt nach den Regeln des "Netzwerks Leichte Sprache", farbig illustriert
ISBN: 978-3-7698-2277-9

Mehr dazu finden Sie hier

Die Goldene Göre geht in die nächste Runde

Bewerbungsphase hat begonnen

Mit der Goldenen Göre zeichnet das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) Projekte aus, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Ab sofort sind Bewerbungen um den Preis wieder möglich. Die Goldene Göre ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und der renommierteste Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland. Die Vorhaben sollen bereits begonnen haben oder im letzten halben Jahr abgeschlossen worden sein, Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2018, die Preisverleihung findet am 11. Juni 2018 im Europa-Park in Rust statt.

Mit der Goldenen Göre wirbt das Deutsche Kinderhilfswerk im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention für eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Fragen und Belangen. Um ihre aktive Teilnahme zu sichern, stellt das Deutsche Kinderhilfswerk Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses. Nur so fühlen sie sich ernst genommen, lernen Demokratie, setzen sich für andere ein und werden auch als Erwachsene gemeinschaftsfähig und engagiert sein. Priorität hat dabei auch, die Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Preisverleihung für ihr Engagement zu würdigen und ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Gewinner des 1. Platzes erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, der 2. Platz ist mit 3.000 Euro, der 3. Platz mit 1.500 Euro, die vierten Plätze mit jeweils 500 Euro dotiert. Zusätzlich vergibt der Europa-Park den mit 1.000 Euro dotierten "Europa-Park Junior Club Award".

"Mit der Goldenen Göre zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, wie wichtig die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist. Kinder und Jugendliche, die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren, beteiligen sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens. Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird somit ein wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie gestärkt", sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, zum Start der Bewerbungsphase.

Die Bewerbung erfolgt online unter www.dkhw.de/goldenegoere. Dort sind weitere Informationen sowie Hinweise zum richtigen Ausfüllen der Bewerbung aufgeführt. Für die Endauswahl werden sechs Projekte durch eine Fachjury nominiert. Danach wird der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes als Kinderjury die Preisträger ermitteln. Kinder und Jugendliche der nominierten Projekte für die Goldene Göre werden zur Preisverleihung in den Europa-Park in Rust eingeladen und erhalten während der Veranstaltung die Möglichkeit, ihr Projekt direkt auf der Bühne vorzustellen. Außerdem wird von jedem Projekt ein Kurzfilm gedreht, der zur Vorstellung der Aktivitäten dient.

Foto: Syda Productions – fotolia.com

Kindgerechtes Wortgefecht

Miteinander reden, ohne in die Streitfalle zu geraten

Wortgefecht

Es ist nicht immer ganz einfach mit den lieben "Kleinen"! Aber es kann einfacher werden. Ehrlich! Mit WORTGEFECHT kindgerecht erwartet Sie kein Erziehungsleitfaden für artig-angepasste Kinder. Im Gegenteil, AHHa steht für ein harmonisches Miteinander im Familienalltag und zeigt Ihnen, wie Sie als Eltern friedvoll und konfliktsicher mit Ihren Kindern kommunizieren: alltagserprobt und leicht anzuwenden. Der Autor Björn von Busch ist neben seinem Beruf als Coach und Trainer vor allem eins: Vater. Er kennt die Streitfallen, die sich im Alltag mit Kindern immer wieder auftun, und hat einen Weg gefunden, nicht jedes Mal aufs Neue hineinzutappen. Vor diesem Hintergrund entstand sein erstes Buch WORTGEFECHT kindgerecht. Hier schrieb der Experte für Erziehung im Bereich Kommunikation seine positiven Erfahrungen auf und entwickelte daraus ein Konzept. Busch hat seine Tipps und Tricks im Familienalltag erprobt!

Björn Busch
Wortgefecht kindgerecht
Wie Worte Wunder wirken und sie nicht in die Streitfalle mit Kindern tappen
Broschiert/218 Seiten
ISBN-13: 978-3000571107
14,90 €

Mehr unter: wortgefecht-kindgerecht

Verlosung: 3 Bücher „Lebenswerte - Soziale Kompetenzen spielend lernen“

Warum müssen wir manchmal tapfer sein? Warum können wir nicht alles haben, was wir haben wollen? Und was geschieht, wenn wir einander nicht vertrauen?

Selbstvertrauen und Mut, Freundschaft und Verantwortung, Liebe zu den Menschen und zur Natur, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit, Freude und Glück.

Kinder brauchen Werte!

Anregende Texte, kleine Geschichten, Gedichte und Fragen, zahlreiche Bilder, Beschäftigungsideen und Tipps fordern Kinder und Eltern auf, gemeinsam Werte zu entdecken, zu begreifen, zu entwickeln. Werte geben Kindern Halt. Sie machen das Leben leichter und das Zusammenleben schöner.

Wir verlosen 3 Bücher voller Anregungen für den Erzieherinnenalltag.

Lebenswerte - Soziale Kompetenzen spielend lernen
Blanco, Laura; Carbonelli Silvia Krüger, Anima; Curto, Rosa Maria
Oberstebrink ISBN 978-3-934333-67-3

Weitere Informationen: www.oberstebrink.de

 

Illustrationen: Rosa Maria Curto

Die Verlosung läuft bis zum 20.12.2017. Um an der Verlosung teilzunehmen, tragen Sie bitte Ihre Daten und das Stichwort: Lebenswerte in das Formular ein.

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

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Toben macht klug

Wie Kinder durch Bewegung lernen

Familienaufstand!

Kinder vervollkommnen ihre vielfältigen Bewegungsformen vom dritten bis siebten Lebensjahr. In dieser Zeit eignen Sie sich auch erste Bewegungskombinationen an. Dabei müssen wir die Entwicklung der Motorik als Prozess fortschreitender Veränderung begreifen. Der Entwicklungsstand eines Kindes sollte zwar in etwa einem Vergleich mit anderen Kindern standhalten, zu berücksichtigen sind aber immer die individuell doch oft unterschiedlichen Anlagen und vorhandenen Fördermöglichkeiten.

  • Jedes Kind ist auch in seiner Entwicklung als Individuum zu begreifen. Leistungsvergleiche und Leistungsdruck sind schädlich und verunsichern.
  • In den vergangenen Jahren haben die Haltungsschäden bei Kindern zugenommen. In der Entwicklungsbegleitung von Kindern sollte man versuchen, darauf zu achten, dass sie bei ihren Aktivitäten nicht einseitig grobmotorisch belastet werden. Angebote, die eine gute Haltung unterstützen, sind sinnvoll.
  • Maßgebend für eine positive motorische Entwicklung ist die sensorische Integration.

Sensorische Integration

Diesen Begriff möchte ich etwas ausführlicher erklären: Jeder Mensch lernt von Geburt an, Empfindungen, die er wahrnimmt, einzuordnen, um sie gebrauchen zu können. Dies ist die Integration der Sinne. Unsere Sinne geben uns verschiedene Informationen, etwa über den physikalischen Zustand unseres Körpers. Sie geben uns aber auch Informationen über unsere Umwelt. Laufend erreichen uns neue Signale, die wir sinnlich wahrnehmen.

Diese verschiedenartigen Empfindungen werden vom Gehirn geordnet – damit wir uns etwa normal bewegen lernen. Erst wenn diese gespeicherten Empfindungen geordnet und in der nötigen Reihenfolge abgerufen werden können, können sie auch zielgerecht genutzt werden, um Lernprozesse in Gang zu setzen und gewünschtes Verhalten zu verinnerlichen. 

Bewegung für das Gehirn

Verhaltenschaos entsteht dagegen bei unorganisierten Empfindungen. Das Kind muss in diesem Fall seine Sicherheit neu gewinnen. Sensorische Integration ist also sinnliche Verarbeitung von Wahrnehmungen ganz verschiedener Art. Bei der Integration werden Empfindungen in Wahrnehmungen überführt und etwa als Verhaltensanleitung gespeichert. So muss ein Kind sehr viel an sensorischer Integration aufbringen, um die ersten Bewegungen auszuführen. Es ist dabei für uns Erwachsene wichtig zu wissen, dass das Gehirn bis zum Alter von sieben Jahren vorwiegend eine Verarbeitungs- und Speicherfunktion für sinnliche Wahrnehmungen darstellt. Das Kind sammelt seine Erfahrungen weitgehend über die Gefühle und Empfindungen.

Der Körper reagiert in Beziehung zu diesen Empfindungen, die Reaktionen gehen eher von den Muskeln als vom Verstand aus. Sie sind eher motorisch als geistig konzipiert. Die ersten sieben Jahre sind also Jahre der sensomotorischen Entwicklung.

Auch wenn später geistige und soziale Reaktionen diese sensomotorischen Impulse ersetzen, so ist die sensorische Integration, die etwa in der Bewegung Ausdruck findet, die Grundlage für die komplexere sensorische Integration, die nötig ist für intellektuelles und soziales Verhalten. 

Laufen und Springen fördern die Intelligenz

Ermöglichen wir dem Kind in den ersten sieben Jahren vielfältige Erfahrungen in diesem Bereich, so wird es später in intellektuellen und komplizierteren motorischen Abläufen leichter lernen können, weil es über eine gute Grundsicherheit verfügt. Kinder möchten sich bewegen; das Erlebnis der Bewegungen stimuliert ihr Gehirn. Toben, Hüpfen, Laufen und Springen, all diese körperlichen Empfindungen fördern die Intelligenz und das Selbstbewusstsein. Das Kind wächst mit seinen Aufgaben. Geben wir ihm welche. Aber ohne Druck!

Es gibt sehr viele motorisch unruhige und gehemmte Kinder. Die Ursachen dafür sind oft in der Bewegungsarmut zu finden. Traut man Kindern nicht viel zu, werden sie in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt, so werden sie schließlich leicht verstört, verkrampfen sich, verlieren an Selbstvertrauen – werden auffällig. 

Reizüberflutung

Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) hat in den vergangenen Jahren extrem zugenommen. Kinderärzte haben festgestellt, dass man Kindern zu wenig Bewegungsfreiräume lässt, außerdem spielt die Reizüberflutung beim Medienkonsum eine große Rolle.

Kinder müssen viel sitzen und bekommen selten die Möglichkeit sich auszutoben. Die Erwachsenen sind schnell durch unruhige ADS-Kinder genervt. Statt notwendige Bewegungsaktionen möglich zu machen, werden den Kindern schnell Ritalin oder ähnliche Beruhigungsstoffe verabreicht. Dadurch werden die Kinder chemisch ruhiggestellt und die Erwachsenen sind wieder zufrieden.

Hirnforscher warnen in neusten wissenschaftlichen Untersuchungen vor der passiven Aktivität der Kinder mit Computern, da im Kontakt mit dem Computer die sinnliche Erfahrung fehlt. Dadurch findet Lernen einseitig statt. Das selbstständige Denken kommt zu kurz, die Hirnsynapsen verkümmern. In seinem Buch, „die digitale Demenz“ weist der bekannte Hirnforscher Manfred Spitzer auf diese Gefahren hin. Sein Kollege Gerald Hüter berichtet von Beispielen emotionaler Defizite durch passiven Medienkonsum. Die Hirnforschung warnt vor passivem Kopflernen und empfiehlt Bewegungseinheiten zwischen den Lernphasen oder während der Lernphasen!

Kinder müssen in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule häufig stillsitzen, nehmen passiv auf und lernen, indem sie das Gesagte geistig verarbeiten. Wir beobachten oft, dass Kinder, die in der Schule zu geistigen Höchstleistungen in der Lage sind, Bewegungsstörungen aufweisen. Eltern machen oft den Fehler, dass sie Geist und Körper nicht als Ganzes, eine Einheit begreifen. Sie richten ihr Augenmerk überwiegend auf die Leistungen im geistigen Bereich und versuchen diese entsprechend dem Leistungsideal unserer Gesellschaft zu verstärken. 

Überforderung statt Bewegungsfreiraum

Der Leistungsdruck der Kinder ist enorm gestiegen, die Kinder müssen viel intellektuelle Kopfarbeit leisten und sind damit oft überfordert. Im Kindergarten werden Erzieher/innen von den Eltern oft danach befragt, ob sie auch Vorschulübungen anbieten, ob die Kinder im intellektuellen Bereich gefördert und auf die Schule vorbereitet werden. Selten wird dagegen nach der Entwicklung im motorischen Bereich gefragt, also ob das Kind genügend Bewegungsfreiräume hat, ob es sich etwas zutraut. Bildung findet in verschiedenen Bereichen statt und nicht nur durch eine „Vorschulübungsmappe“. Kinder lernen spielerisch und durch Bewegung. Sie erleben, erforschen, entdecken und gestalten. Diese Aktivitäten finden nicht nur im Kopf statt, sondern auch durch Körpererfahrungen.

Körper und Psyche im Einklang

Interesse zeigen Eltern erst dann, wenn Kinder im Sport Höchstleistungen erbringen. Die ganz normale Bewegungsförderung des Körpers, dem Bewegungsdrang der Kinder mit Anregungen entgegenzukommen, das haben Erwachsene verlernt oder sehen es nicht als für ihr Kind wichtig an. Der Grund ist vielleicht, dass sie selbst ihre Bewegungsstörungen, ihre Bewegungsarmut nicht mehr wahrnehmen. Sie

haben es verlernt oder nie gelernt, Körper und Psyche in Einklang zu bringen, ihren Gefühlen und Stimmungen durch Bewegung Ausdruck zu verleihen.

Warum laufen wir nicht einfach los, wenn uns danach ist, statt gesittet auf dem Gehweg zu schreiten? Warum springen wir nicht einfach in die Luft, wenn wir uns freuen, statt nur zu lächeln und die Freude durch Sprache auszudrücken? Sind wir nicht auch schon bewegungsgestört? Wir kompensieren Frust durch Konsum, der in der Regel wenig Bewegungsaktivität erfordert.

Toben bringt gute Laune

Um das Bewegungsverhalten und Bedürfnis unserer Kinder zu verstehen, müssen wir aber auch unser eigenes Verhalten in diesem Bereich kritisch überprüfen und möglichst einer Veränderung unterziehen; es lohnt sich.

Tobespiele machen Spaß. So habe ich in der Arbeit auf Seminaren mit Kindern und Erwachsenen festgestellt, dass Erwachsene solchen Spielen erst sehr ablehnend gegenüber standen, nach einer Gewöhnungsphase aber viel Spaß daran hatten. Gerade beim Toben wird viel gelacht. Je wilder das Spiel, je mehr Bewegung im Spiel ist, umso lustiger wird die Stimmung. Auch in diesem Sinn hat Bewegung etwas mit psychischer Verfassung zu tun. Warum sehen wir meist die Familien gesittet und gemächlich bei ihrem Sonntagsspaziergang die Parks abschreiten? Warum veranstalten sie nicht mal wilde Tobespiele miteinander? Weil sich das nicht gehört? Sie würden mit Sicherheit in einer ausgelasseneren Stimmung den Heimweg antreten.

Bewegungsspiele können ermüdete und verspannte Menschen, Frustrierte und Ängstliche, Langsame und Verkrampfte, Unsportliche und Gehemmte wieder in bessere Form und gute Laune bringen.

Diesen Artikel haben wir aus Regina Grabbets Buch mit dem Titel „Laufen, Toben, Springen ... Loben“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus-Laetare erschienen.

 

Diesen Artikel haben wir aus Regina Grabbets Buch mit dem Titel „Laufen, Toben, Springen ... Loben“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus-Laetare erschienen.

Regina Grabbet
Laufen toben springen loben
Bewegungsspiele in Kindergruppen
Broschur, 96 Seiten
4 fbg. Abb. und Illustrationen 
ISBN 978-3-944548-11-1
9,90 €

Mehr dazu:

Foto: 2xsamara.com – fotolia.com.

Die Viertklässler und das Lesen

Neue IGLU-Studie mit wenig Licht und viel Schatten

Verkehrsschild "Achtung Elterntaxis"

Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland sind seit 2001 stabil über dem internationalen Mittelwert – trotz einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft. Dies zeigen die Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016, die heute in Berlin vorgestellt wird. Allerdings ist es Deutschland nicht gelungen, seine Position in der internationalen Rangfolge zu halten.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland haben sich gegenüber der ersten Erhebung (2001: 539 Punkte) nicht wesentlich verändert (2016: 537 Punkte). Sie liegen über dem internationalen Mittelwert (521 Punkte), im Bereich des EU- (540 Punkte) und OECD-Durchschnitts (541 Punkte). Während 2001 nur vier Staaten signifikant höhere Leistungsmittelwerte als Deutschland erzielten, waren es 2016 jedoch zwanzig.
  • Der Anteil der im Lesen leistungsstarken Schülerinnen und Schüler (Kompetenzstufe V) in Deutschland ist von 8,6% (2001) deutlich auf 11,1% im Jahr 2016 gestiegen. Ebenfalls gestiegen ist allerdings auch der Anteil der im Lesen leistungsschwachen Viertklässlerinnen und Viertklässler (unter Kompetenzstufe III: 2001: 16,9%; 2016: 18,9%).
  • Die meisten Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland verfügen über eine hohe Lesemotivation, die jedoch im Vergleich zu 2001 und insbesondere bei den leseschwachen Kindern etwas geringer ausgeprägt ist.
  • Der Leistungsvorsprung der Mädchen gegenüber den Jungen beträgt in Deutschland insgesamt 11 Punkte und ist im internationalen Vergleich eher klein. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede zugunsten der Mädchen haben sich seit 2001 kaum geändert. Dies gilt neben Deutschland für fast alle Teilnehmerstaaten.
  • Gemessen an der Anzahl der Bücher im Haushalt und dem Berufsstatus der Eltern gehört Deutschland weiterhin zu den Staaten, in denen die sozialbedingten Leistungsunterschiede am höchsten ausfallen.
  • Da sowohl Kinder ohne Migrationshintergrund als auch Kinder mit Migrationshintergrund bessere Leistungen erzielen, haben sich die migrationsbedingten Unterschiede seit 2001 kaum verändert. 2016 entspricht der Leistungsnachteil von Kindern mit Migrationshintergrund in etwa dem Lernzuwachs eines halben (24 Punkte; ein Elternteil im Ausland geboren) bzw. eines ganzen Schuljahres (48 Punkte; beide Elternteile im Ausland geboren).

Zur Anlage der Studie

Deutschland nimmt seit dem Jahr 2001 an der Progress in International Reading Literacy Study (PIRLS) bzw. der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) teil, die das Leseverständnis der Schülerinnen und Schüler, ihre Einstellung zum Lesen und ihre Lesegewohnheiten am Ende der Grundschulzeit erfasst. PIRLS/IGLU wird in einem fünfjährigen Rhythmus durchgeführt. Die nächste Erhebung findet im Jahr 2021 statt.

An PIRLS/IGLU 2016 haben insgesamt 47 Staaten und 10 Regionen teilgenommen. In Deutschland wurden 4.277 Schülerinnen und Schüler aus 208 Schulen in die Untersuchung einbezogen.

Auf internationaler Ebene ist die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) Initiator und verantwortlich für die Organisation. National wurde PIRLS/IGLU 2016 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Wilfried Bos, Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund, durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Ängste und Fremdheit überwinden

Auch kleine Leute haben's schwer

Auf Schritt und Tritt begegnet uns heute ein Phänomen, das wir längst überwunden glaubten: der Fremdenhass. In den neuen wie alten Bundesländern überrollt uns eine Welle von Hass, Wut und Gewalt. Was können wir Pädagogen dagegen tun? Sind wir nicht gefordert, uns einzumischen? Wir, die wir ein ganz anderes Menschenbild als Ziel haben? ... Es ist wünschenswert, dass wir mit dem Ansprechen von und dem Umgang mit Toleranz, mit Ängsten, mit Fremdheit noch früher beginnen. Aber ist das möglich bei drei- bis siebenjährigen Menschlein? ...

Angst vor Fremden

Trifft ein Kind auf eine ihm völlig fremde Situation, braucht es selbst mit vier Jahren noch die schützende Nähe der Mutter oder des Vaters, an die es sich notfalls klammern kann, während es die fremde Situation, die fremden Menschen abschätzt. So gesichert, kann es sich bald vorwagen und die „neue Welt“ erobern, nicht ohne alle halbe Stunde (oder eher) wieder zu erscheinen, um sicherzugehen, dass die Eltern noch da sind.

Kommen fremde Menschen zu Besuch, reagieren die meisten mit Neugierde, weil sie ja „Heimvorteil“ haben. Manche brauchen auch hier die Nähe einer wichtigen Bezugsperson. Es braucht aber nicht unbedingt eine Person zu sein, die ihnen die nötige Sicherheit vermittelt. Manchmal genügt ein sicheres Versteck zwischen Schrank und Stuhl, aus dem heraus die Fremden beobachtet werde, bis sie bereit sind, mit dem Besuch, Kontakt aufzunehmen ...

Reaktionen 

Die Reaktionsweisen auf angstmachende Situationen sind bei jedem Kind unterschiedlich. Emotional labile Kinder lassen sich schneller von ihrer Angst beherrschen. Ein Kind, das „analytisch“ denken kann, versucht eher, eine angstmachende Situation zu verstehen, und wird nicht so schnell von seinen Gefühlen überrollt. Der ausgeprägtere Realitätssinn hilft ihm, Missverständnisse, aus denen angstmachende Gefühle entstehen können, zu begreifen.

Typfragen  

Kinder mit lebendiger Fantasie schaffen sich in ihrer Einbildung leicht ein angsteinjagendes Ungeheuer. Solche „eingebildeten“ Ängste beunruhigen es mehr als Kinder mit ausgeprägtem Realitätssinn. Je besser das Kind in der Lage ist, sein Gefühlsleben zu begreifen, desto leichter fällt es ihm, seine Angst zu mindern. Je mehr Selbstvertrauen ein Kind hat, desto sicherer wird es im Umgang mit der Angst. Es lernt aus den gemachten Erfahrungen, die es im Umgang mit seiner berechtigten Angst macht: Lass ich mich von der Angst beherrschen, werde ich ihr auch in der nächsten Situation erliegen. Schaue ich der Angst „mutig ins Auge“, ist sie vielleicht überwindbar ...

Wie anfangs gesagt, wächst das Kind aus einigen Ängsten heraus, so wie ein Spielzeug nur für eine bestimmte Periode interessant ist, und es kann sich später nur wundern über seine früheren Ängste. Das Gute daran ist, dass ihm die gemachten Erfahrungen genug Stärke und Selbstvertrauen vermitteln, um neuen Ängsten ins Auge zu sehen. Wichtig ist, dass das Kind Verständnis spürt, wenn es seine Ängste äußert, mögen sie für den Erwachsenen noch so unwichtig oder unbegründet sein. In kleinen Schritten geht das Kind voran, die Angst zu bewältigen, und manchmal braucht es ein „Fingerchen“, an dem es sich festhalten kann. Reichen wir es ihm ...

Kinder im Kindergarten

Kinder müssen sich im Kindergarten – nachdem sie nun häufiger und regelmäßiger mit anderen Kindern in Kontakt kommen – auch intensiver mit eigenen Wünschen und Konflikten auseinandersetzen. Vermehrt werden sie auf Eigenarten anderer aufmerksam und müssen sich diesen guten, schlechten und auch widersprüchlichen Erfahrungen und dem damit verbundenen Verhalten stellen. Der Umgang mit Gleichaltrigen ist sowohl wichtig für die eigene Sozialisation wie auch für die Entwicklung der sozialen Kompetenz. Kinder werden in einer Kindergesellschaft zu Kulturträgern.

Rollenspiele

Bestimmte Merkmale einer Kultur werden in Rollenspielen und Gesprächen weitergegeben, ohne dass sich Erwachsene einmischen. Wobei nicht nur Kulturen aus anderen Ländern, sondern auch unterschiedliche Kulturen aus dem eigenen Land im Spiel mehr oder weniger fremd erlebt werden können.

Ausländische Kinder werden häufig mit mehreren unterschiedlichen Kulturen konfrontiert. Der erste Konflikt beginnt mit den Vokabeln „Gastland“ und „Heimatland“. Für viele Kinder ausländischer Mitbürger ist unser Land häufig schon längst zum „Heimatland“ geworden. In der jeweiligen Familie wird dies aber möglicherweise ganz anders gesehen. Die gesellschaftlichen Spannungen beginnen häufig schon im Kindergarten, wenn ausländische Eltern wegen zu geringer Deutschkenntnisse oder abweichender Ansichten nicht in Elternaktivitäten miteinbezogen werden – oder nicht miteinbezogen werden wollen. Dies setzt sich in der Kindergruppe fort, Von „den fass ich nicht an, der ist schmutzig!“ bis hin zu existenzieller Angst vor einem Kind, das eine andere Sprache spricht und der sich darin ausdrückenden Fremdheit, sind alle Reaktionen auf Erscheinung und Verhaltensweisen ausländischer Kinder denkbar.

Thema (sollte) es sein, den Eltern, vor allem aber den Kindern Möglichkeiten zu schaffen, die jeweils andere Kultur kennenzulernen, die eigenen Schwellenängste abzubauen und aufeinander zuzugehen. 

Vorurteile abbauen

Vorurteile entstehen häufig durch mangelnde Informationen, durch auftretende Unsicherheiten und Pauschalisierungen. Vorurteile abbauen heißt auch, die eigene Unsicherheit abzubauen und den anderen Menschen als Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Wünschen, Ideen und Erfahrungen zu akzeptieren und nicht als „andersartig“ abzustempeln.

Die Intention muss daher sein, den Kindern – einheimischen wie ausländischen – zu helfen, die eigenen Ängste vor dem Fremden, Andersartigen zu bewältigen und mithilfe eines eigenen starken Selbstwertgefühls offen auf andere Kinder zuzugehen, den Umgang miteinander zu proben und damit Spannungen abzubauen.

Dass das „Erfahren“ des Kindes, das sich mit einem anderen Kind oder einer anderen Kultur auseinandersetzt, sich nicht nur verbal abspielt ..., sollte einleuchten. Doch wie macht das Kind seine eigenen Erfahrungen, wie geht das vor sich, wenn aus Begreifen Verstehen wird?

Hajo Bücken

(Textauszug aus: Hajo Bücken, Auch kleine Leute haben’s schwer – Ängste und Fremdheit überwinden, Burckhardthaus 2014, ISBN/EAN: 9783944548128, 9,90 €.) Mehr dazu finden Sie hier.

Foto: © Jasmin Merdan www.fotolia.com

Damit das Miteinander gelingt

Fortbildung zu Vielfalt und Mitbestimmung

Eine Fortbildung für die inklusive und demokratische pädagogische Praxis in Kindertageseinrichtungen bietet das Deutsche Kinderhilfswerk ab Sommer 2018 an. Die Teilnahme ist auf sechs Kitas begrenzt, aber kostenlos. Wer teilnehmen möchte, sollte sich jetzt bewerben.

Kinderrechte, vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Partizipation,
das sind die Inhalte einer Fortbildung, die das Deutsche Kinderhilfswerk ab Sommer 2018 anbietet. Das Angebot richtet sich an Kindertageseinrichtungen, die ihre pädagogische Praxis inklusiv und demokratisch gestalten möchten. Die Kitas erhalten neben einer fachlichen Beratung sowie vielfältigen Praxismaterialien eine kostenlose dreitägige Fortbildung für das gesamte pädagogische Team. Interessierte Einrichtungen können sich bis spätestens 31. Januar 2018 um die Teilnahme am Projekt bewerben.

„Es geht vor allem darum, im Kita-Alltag ein Miteinander zu fördern, in dem Vielfalt wertgeschätzt wird und das alle Kinder aktiv mitgestalten können.“, erklärt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. Die auf eineinhalb Jahre angelegte fachliche Begleitung und Qualifizierung beinhaltet folgende Aspekte:

  • Planungsgespräche mit dem Leitungsteam,
  • Einführungsveranstaltung für das Gesamtteam,
  • Praxismaterialien zu Kinderrechten,
  • Vielfalt und Mitbestimmung,
  • drei Fortbildungstage mit einem erfahrenen Multiplikator/innen-Tandem,
  • Vernetzung und fachlicher Austausch mit anderen Kitas und Fachkräften,
  • Bereitstellung aktueller Informationen und Neuigkeiten (Newsletter etc.),
  • Beratung und Praxisbegleitung über den gesamten Projektzeitraum.

Das Fortbildungsangebot des Deutschen Kinderhilfswerkes wurde im Rahmen des Projekts „bestimmt bunt – Vielfalt und Mitbestimmung in der Kita" und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Partizipation und Bildung (Kiel) sowie der Fachstelle Kinderwelten (ISTA Berlin) entwickelt und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angeboten. Bewerbungen nimmt Elisa Bönisch, Projektleitung „bestimmt bunt – Vielfalt und Mitbestimmung in der Kita“ Leiterin Fachstelle Kinderrechtebildung, entgegen. E-Mail: boenisch@dkhw.de.

Weitere Informationen gibt es auf www.kinderrechte.de

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes

Foto: © Monkey Business www.fotolia.com

Der kleine Maulwurf wird 60

Vom Hügel zum Welterfolg

Der Legende zufolge stolperte der tschechische Künstler Zdeněk Miler über einen Maulwurfshügel, als er eben nach einer Zeichentrickfigur für einen Film über die Verarbeitung von Flachs suchte. Die Idee war geboren und Miler zeichnete den ersten Film "Wie der Maulwurf zu seinen Hosen kam". Damit gewann er gleich den "Silbernen Löwen".

Die besten Freunde des Maulwurfs sind der Hase, der Igel und vor allem die Maus. Seit 1963 war der Maulwurf regelmäßig im tschechischen Fernsehen zu sehen und wurde später in 80 Ländern ausgestrahlt. In der Bundesrepublik Deutschland wurde er durch "Die Sendung mit der Maus" bekannt; in der DDR in "Unser Sandmännchen".

Seither sind 63 Folgen und etliche Kinderbücher entstanden. In Deutschland erscheinen die Bücher im Leipziger Leiv Verlag. Der kleine Maulwurf ist und bleibt für Kinder eine wunderbare Identifikationsfigur. Er erlebt mit seinen Freunden alltägliches aus der Sicht eines Kindes. So entdeckt er mit den kleinen Betrachtern die Welt und kommt auf so manche originelle Idee.

Das abgebildete Cover gehört zu dem Buch "Der Maulwurf und der kleine Schneemann". Hier rettet der Maulwurf den kleinen Schneemann vor dem Sommer – und damit vor dem sicheren Hitzetod. Dabei werden sie Freunde, die sich zwar nur im Winter sehen können, dann aber viel Spaß miteinander haben. Das Buch ist im Leiv Verlag erschienen, hat 32 Seiten, einen festen Umschlag und ein schönes Vor- und Nachsatzpapier. Mehr dazu gibt es hier.

Ein Vergnügungspark für kleine Entdecker

Das neue Set von LEGO® Education

Logo: Lego Education

Mit dem neuen Vergnügungspark MINT+ von LEGO® Education können Kinder einen Freizeitpark nach eigenen Vorstelllungen aufbauen. Die Bezeichnung „MINT“ setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen. Das „+“ symbolisiert dabei die Komponente der kreativen und sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Das Set enthält 295 Bauelemente sowie acht doppelseitige, farbige Bildkarten.

Mit Vergnügungspark MINT+ können Kinder einen Freizeitpark nach eigenen Vorstellungen gestalten und aufbauen. Das Spiel mit dem Produkt vermittelt Kindern zwischen drei und sechs Jahren erste Erkenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Das Plus (+) im Namen steht für die Förderung der Kreativität und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit.

Erzieherinnen und Erziehern bietet das Konzept vielseitige Möglichkeiten, das entdeckende Spiel zu fördern, sodass Kinder spielend und intuitiv Phänomene aus der Naturwissenschaft und Technik kennenlernen. Dazu bietet das 48-seitige Erzieherhandbuch, das als PDF kostenfrei online abrufbar ist, neben zahlreichen Aufgaben, Spiel- und Bastelideen auch Kopiervorlagen sowie Beispielfotos und Geschichten. Der im Handbuch beschriebene Lernprozess umfasst bei allen Themen und Lernfeldern stets vier Schritte: Zunächst geht es darum, eine Verknüpfung zu schon vorhandenem Wissen herzustellen. Dabei verweisen die Erzieher auf Erfahrungen und Phänomene, die die Kinder bereits selbst erlebt haben. Ein gutes Beispiel dazu ist die Wippe, die ja auf fast jedem Spielplatz zu finden ist. Der nächste Schritt ist das Umsetzen d.h. der Aufbau der Modelle, die abhängig vom Entwicklungsstand der Kinder gewählt werden können. Hierbei sind kreative Ideen aller Mitspieler gefragt. Der dritte Schritt ist das Begreifen. Die Kinder werden nun dazu angeregt, die Aktivität zu überdenken und sich mit anderen über ihre bis hierhin gewonnenen Erkenntnisse auszutauschen. Vervollständigt wird der jeweilige Lernprozess durch die Anwendung des neuen Wissens (= vierter Schritt). Die altersgerechten Fragen ermutigen die Kinder, unterschiedliche Auswirkungen auf Abläufe wahrzunehmen und einzuschätzen sowie Probleme zu erkennen und zu lösen. Die verschiedenen Attraktionen des Vergnügungsparks MINT+ lassen jeweils den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erkennen. Genau diese Fähigkeiten sind es, die die Kinder optimal und umfassend auf den späteren Schuleintritt vorbereiten.

Die gemeinsame Basis aller Aktivitäten von Vergnügungspark MINT+ ist die natürliche Neugierde der Kinder und ihr Drang, Dingen auf den Grund zu gehen. So vollzieht sich der Lernprozess ganz intuitiv und gibt den Kindern das Gefühl, kleine Wissenschaftler zu sein.

Das Set Vergnügungspark MINT+ ist ab sofort bei ausgewählten Handelspartnern von LEGO Education erhältlich.

Über LEGO Education für den Kindergarten

Alle LEGO Education Materialien für den Kindergarten werden in intensiver Zusammenarbeit mit Pädagogen didaktisch entwickelt und sind darauf ausgerichtet, Kinder spielerisch in verschiedene Themen einzuführen. Dabei fördern sie die kognitiven, sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten, die Kreativität und das Verstehen der kindlichen Alltagsumgebung.

Mehr Informationen zu allen LEGO Education Produkten für den Kindergarten finden sich online unter www.LEGOeducation.de/kindergarten.

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