Januar 2018

CREATIVA – Europas größte Messe für kreatives Gestalten

Vom 14. bis 18. März 2018 in den Messehallen Dortmund

Einmal im Jahr findet die CREATIVA, die größte und vielfältigste Kreativmesse Europas, in der Messe Dortmund statt. Die Messe richtet sich auch in diesem Jahr vom 14. bis 18. März an alle, die in Freizeit und Beruf (als LehrerInnen, ErzieherInnen, Sonderpädagogen) gestaltend tätig sind oder individuell gestaltete Objekte erwerben möchten. Zudem ergänzt die CAKE DREAMS – Internationale Messe für kreatives Backen – in 2018 erstmals das Programm der CREATIVA. 

Seit mehr als 30 Jahren ist die CREATIVA eine feste Größe in der deutschen Kreativlandschaft. Durchschnittlich rund 700 Aussteller und 80.000 Besucher(innen) treffen sich einmal im Jahr in der Messe Dortmund. Auf einer Gesamtfläche von über 40.000 Quadratmetern sind sämtliche Kreativprodukte und -techniken unter einem Dach zu finden. Das vielfältige Angebot umfasst Filzen, Handarbeiten, Spinnen und Weben, Quilten, Holz- und Metallarbeiten, Seiden- und Glasmalerei, Schmuck-Herstellen, Kunsthandwerk und Design, Malen und Zeichnen und vieles mehr. Zudem beschäftigt sich der Themenbereich Spielen, Lernen und Experimentieren mit neuen Ideen rund um kindliche Bildung.  

Im Rahmen der Messe, wo die Aussteller ihre Kreativprodukte zum Kauf anbieten und erklären, werden den Besuchern auch zahlreiche Mitmach-Sonderschauen und Kreativ-Workshops angeboten.  

Die CREATIVA beinhaltet auch fünf Sonderschwerpunkte als Themenmessen: "CREATIVA professional", "CREATIVA PerlenExpo", "CREATIVA LandGarten" sowie "CREATIVA Puppen & Bären" und „CAKE DREAMS“. 

Die CREATIVA professional bietet eine Plattform für die pädagogische Praxis, Aus- und Weiterbildung und Selbständigkeit stehen im Fokus. Ein informatives Rahmenprogramm mit Designern und Startups bietet praxisnahen Erfahrungsaustausch.

Die CREATIVA PerlenExpo ist der internationale Treffpunkt für Hersteller, Designer und Perlenbegeisterte. Neben einer riesigen Auswahl an Materialien zeigen internationale Künstler ihre Kreationen.

Der CREATIVA LandGarten ist der Marktplatz für Gartenkultur und ländliche Lebensart. 

Der Bereich „CREATIVA Puppen & Bären“ richtet sich an Liebhaber, Künstler, Hersteller und Sammler.

Die CAKE DREAMS ist 2018 neu. Die Messe richtet sich an alle, deren Herz für Backen und Tortenverzieren schlägt, sei es aus privater oder beruflicher Motivation. Neben dem Ausstellungsprogramm wird es Vorführungen auf der Bühne sowie Workshops zu verschiedenen Techniken geben.

Gefühl bis in die Fingerspitzen

Körpererfahrung in Kindergruppen

Immer mehr Kinder zeigen deutlich, dass es ihnen an angeleiteter Bewegung mangelt. Bewegung jedoch ist ein wichtiges Element für Entwicklung und Wachstum. Kinder brauchen sinnvolles und sinnenvoll bewegtes Spiel! Für Gefühl bis in die Fingerspitzen haben die Kinder die Anlagen. Was sie daraus entwickeln, das liegt sehr stark in unserer, der „erwachsenen“ Verantwortung. Die hier vorgestellten Bewegungsangebote sind für Kindergartenkinder und Grundschüler geeignet, sie schulen das Gleichgewicht und stärken die Körpererwahrnehmung.

Im Gleichgewicht

Ist es nicht beeindruckend, wenn sich Seiltänzer scheinbar mühelos auf dem dünnen Drahtseil bewegen und dabei noch Kunststücke vorführen, oder wenn Artisten sich und unterschiedliche Geräte ausbalancieren? Geschicklichkeit alleine reicht für diese „hohe Kunst“ nicht aus. Ein besonderes Maß an Gleichgewichtsvermögen kommt hinzu.

GLEICHGEWICHT (Fähigkeit)

BALANCIEREN (Tätigkeit)

Aber nicht nur Artisten sind bei ihrer Arbeit auf diese Fähigkeit angewiesen. Auch in der Alltagsmotorik spielt das Gleichgewicht eine wesentliche Rolle. Wir nutzen die Gleichgewichtssicherung im Stand und in der Fortbewegung, um uns gegen die Schwerkraft aufzurichten. Selbst ungemütliche, unsichere und kippelige Haltungen können wir einnehmen, ohne umzufallen. Das erfordert komplexe motorische und sensorische Leistungen, die zum einen durch Entwicklung und Reifung des Menschen entstehen, zum anderen aber durch vieles und abwechslungsreiches Üben erlernt werden. Das Gleichgewicht kann auf sehr verschiedene Arten erfahren werden. Wir können einen Gegenstand oder unseren Körper im Gleichgewicht halten, wobei der Körper sich dabei in einer bestimmten Position befinden kann oder aber bewegt wird. Dementsprechend unterscheidet die Fachliteratur

  • das Objektgleichgewicht (wie es beim Jonglieren mit Bällen erforderlich ist),
  • das statische Körpergleichgewicht (etwa auf einem Bein oder im Handstand stehen) und
  • das dynamische Gleichgewicht (zum Beispiel über ein Seil balancieren).

Hierbei kann die Unterstützungsfläche, z. B. der Boden oder das Balanciergerät, wie die umgedrehte Bank, feststehen. Dann spricht man von stabilen Unterstützungsflächen. „Wackelt“ die Unterstützungsfläche wie beim Wackelteller, dann wird sie als labil bezeichnet.

Alle drei vorgestellten Teilfähigkeiten sollten beim Spielen und Üben mit den Kindern berücksichtigt werden.

Barfuß üben

Generell sollte darauf geachtet werden, dass barfuss geübt wird, damit die Fußmuskulatur beim Halten des Gleichgewichts und Erspüren des Untergrunds eingesetzt werden kann. Außerdem sollte der methodische Leitsatz „vom Leichten zum Schweren“ beachtet werden. Das bedeutet in diesem Fall: von breiten zu schmalen und von niedrigen zu hohen Balanciergeräten.

DER ZAUBERER GEHT UM

Statisches Gleichgewicht

Alle Kinder laufen durch den Raum. Der Zauberer (Spielleiter) gibt den Hinweis, sich sehr achtsam und aufmerksam zu bewegen, um ein Zusammenprallen mit anderen Kindern zu vermeiden. (Hierbei wird gleichzeitig die räumliche Orientierungsfähigkeit angesprochen!) Bei einer vorher fest gelegten „Zauberformel“ bleiben die Kinder sofort bewegungslos stehen, wie „verzaubert“, und zwar in der Position, in der sie sich gerade befinden. Zauberformeln sind entweder akustische Signale, wie eine Rassel oder Handtrommel (womit auch die gesamten Laufbewegungen der Kinder begleitet werden können) oder optische Signale, wie Farbkarten oder Handzeichen. Es kann natürlich auch ein „echter“ Zauberspruch gesprochen werden. Nach einigen Sekunden wird der „Zauber“ durch ein vorbestimmtes Signal von den Kindern genommen und das Spiel kann weitergehen.

Statisch-dynamische Varianten

Der Zauberer gibt Bewegungen und Haltungen vor, die von den Kindernausgeführt werden. Dies können Bewegungsarten sein, wie:

  • vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen, hüpfen, federn,
  • laut und leise laufen, schnell und langsam laufen, schleichen,
  • auf allen Vieren krabbeln oder ähnliches.

Andere „Verzauberungen“ (eingefrorene Positionen) sind eher statisch, wie:

  • auf einem Bein stehen,
  • im Hochzehenstand verharren,
  • in der Hocke kauern,
  • mit beiden Händen den Boden berühren,
  • mit einer Hand und einem Fuß Bodenberührung haben,
  • sich hinsetzen oder hinlegen,
  • ein Knie zum Ellbogen führen oder desgleichen mehr.

Als „Herr aller Tiere“ kann der Zauberer die Kinder in bekannte Tiere verwandeln, die dann in Bewegungen und Geräuschen nachgeahmt werden müssen. Diese Variante schult eher andere Teilaspekte der Koordination als unbedingt das Gleichgewicht, ist aber immer eine willkommene Abwechslung.

JONGLEURE UND AKROBATEN

Objektgleichgewichte

Zum Balancieren eignen sich ziemlich viele Geräte und Materialien. Sehr einfach ist es, einen Luftballon auf der Hand zu balancieren. Schwieriger wird es, wenn er auf dem Handrücken, dem Arm, der Schulter, der Stirn, dem Kinn, dem Knie, dem Fuß, auf einem Finger oder gar auf der Nasenspitze balanciert werden soll.

Ebenso können verschieden große Bälle, Papprollen, Sandsäckchen, Tannenzapfen, Tücher, Plastikteile balanciert werden. Mit Stäben oder Doppelklöppeln wird es noch schwieriger.

Dazu kann noch eine Fortbewegung oder eine bestimmte Haltung angegeben werden, etwa sich während des Balancierens hinsetzen oder drehen, auf einem Bein stehen oder einem anderen Kind die Hand geben …

IM LAND DER SPUREN

Balancieren auf festen Untergründen und Geräten, die immer schmaler und höher werden können.

Der zur Verfügung stehende Raum wird zum „Spurenland“. Dazu verwandeln sich seine vorhandenen Linien oder Geräte zu Balanciermöglichkeiten.

Bodenmarkierungen oder Linien im Raum, vielleicht auch Spielfeldabgrenzungen, bieten einfache Balancieranregungen. Sollten diese nicht vorhanden sein, sind sie schnell durch Kreidestriche oder ­dünne Seilchen herzustellen.

Seilchen eignen sich besonders, da sich damit nicht nur gerade Linien legen lassen, sondern die Kinder können Fantasiegebilde (Kreise, Achten, Schnecken, Dreiecke u. s. w.) formen und diese neuen Spuren zum Balancieren nutzen.

Veränderungen

Mit den bei der Übung (siehe oben) „Der Zauberer geht um“ genannten Bewegungsformen ist das Spurenland auf leichtere oder schwerere Art zu durchforschen.

Materialien

Weitere Balanciergeräte wie Reifen, lange Teppichbodenstreifen, zusammengefaltete Wolldecken oder andere Materialien machen den Spurentanz noch spannender. Dabei muss nur darauf geachtet werden, dass die Kinder nicht ausrutschen oder sich verletzen können.

Augen zu

In einer Spielphase sollte das Balancieren mit geschlossenen Augen unbedingt eingebaut werden. Es mobilisiert alle anderen Sinne in erhöhtem Maße und lässt die Füße viel bewusster den Untergrund erspüren. Selbst einmal ausprobieren, es ist gar nicht so einfach!

SEILTÄNZER UND CO.

Dynamisches, statisches und Objektgleichgewicht (oder besser: Balancieren mit Hindernissen)

Während des Balancierens können weitere Anreize gegeben werden, die den Spaß und die Ausdauer beim Üben erhöhen. Hierfür einige Beispiele: Auf ein Zeichen nehmen die Kinder bestimmte Positionen ein.

Damit wird dann gleichzeitig das statische Gleichgewicht gefördert (vgl. Zaubererspiel). Geübtere Kinder können zusätzlich Gegenstände balancieren, etwa einen Stab quer vor den Körper halten, wie es die „richtigen“ Seiltänzer vormachen. Sie können auch einen Ball, einen Luftballon, Tennisringe oder andere Gegenstände vor, hinter und neben dem Körper transportieren; schwierig wird es, wenn ein Ball mit beiden Händen über dem Kopf getragen wird oder ein Tischtennisball auf einer Zeitung mit beiden Händen gehalten wird. Weitere Ideen haben hier Platz.

Variationen

Die Bewegungsaufgabe lässt sich auch verändern, indem „Hindernisse“ in den Weg gelegt werden. Dies können Bälle sein, die auf Tennisringen liegen, damit sie nicht unkontrolliert wegrollen, aber auch gehaltene Stäbe oder Reifen (waagerecht oder senkrecht gestellt), die zum Übersteigen / Unterdurchkriechen anregen.

BÄNKE, NICHT NUR ZUM SITZEN

All diese Ideen sind auch für das Balancieren auf Bänken geeignet. Zu Anfang wird die breite Seite genutzt, wenn die Kinder sicherer sind, sollten die Bänke umgedreht werden.

Doch zuerst einige kleine Spielideen. Sie eignen sich zum Erwärmen und Einstimmen, helfen aber auch zwischendurch, die Konzentration wieder auf das Balancieren zu lenken.

  • Möglichst viele Kinder sollen gemeinsam auf einer Bank stehen.

Es werden zwei Gruppen gebildet, jede hat eine Bank zur Verfügung (max. 8 Kinder an einer Bank).

  • Welche Gruppe kann am längsten auf der Bank stehen, ohne herunterzufallen? Dabei stehen die Kinder einmal hintereinander und einmal nebeneinander.
  • Können sie dann noch in die Hocke oder in den Hochzehenstand gehen, vielleicht sogar auf einem Bein stehen?

BEWEGTE RÄTSEL

  1. Sieht aus, als wär's ein Hut, der liegt verkehrt herum. Tut beiden Beinen gut und macht den Körper krumm. Was ist denn das?
  2. Sieht aus, als wär's ein Roller, ist aber ohne Lenker. Und trittst du immer toller, wirft's hin dich mit 'nem Schwenker. Was ist denn das?
  3. Sieht aus, als wär's 'ne Brücke, ist aber ganz schön schmal. Steckt manchmal voller Tücke, wird spielerisch zur Qual. Was ist denn das?

Auflösungen:

  1. Sportkreisel, 2. Pedalo, 3. Balancierbalken

Diesen Artikel haben wir aus dem Buch von Gabriela Falkenberg-Gurges, mit dem Titel „Gefühl bis in die Fingerspitzen“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus-Laetare erschienen.

Gefühl bis in die Fingerspitzen
Körpererfahrung in Kindergruppen
Falkenberg-Gurges, Gabriela
Burckhardthaus
3 bis 6 Jahre
ISBN: 9783944548104

Mehr dazu auf www.burckhardthaus-laetare.de

Leitfaden Naturerfahrung – Kostenlose Online-Publikation

Biologische Vielfalt spielend erleben

Bald ist der Winter vorbei und die Natur erwacht zu neuem Leben. Das ist die schönste Zeit, um gemeinsam mit den Kindern die Natur zu erkunden und das Wachstum von Pflanzen zu beobachten. Der Leitfaden zum Thema „Naturerfahrung mit allen Sinnen“ bietet dafür eine Reihe von praktischen Beispielen und Spielvorschlägen mit Naturmaterialien. Sie lassen die Kinder Planzen und Tiere auf vielfältige Weise erkunden. Dazu gehören etwa Samenbomben oder der Barfuß-Pfad, ein Gespräch mit der Natur oder ein Schneckenrennen. Dabei genügen oft ganz einfache Mittel, um das Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu schaffen und sie im Kindergartenalltag zu erleben.

Berichte von Eltern, ErzieherInnen und einer Naturgartenplanerin verdeutlichen, wie sich die Kinder verändern, wenn sie mehr Natur erleben dürfen. Wissenschaftler erklären, warum Naturerfahrungen für die Hirn- und Persönlichkeitsentwicklung des Kindes unverzichtbar sind.

Die Broschüre zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln, dass die Natur alles bietet, was für ganzheitliches Lernen wichtig ist. Sie ist im Rahmen des Projekts „Kinder-Garten im Kindergarten – Gemeinsam Vielfalt entdecken!“ entstanden, das schon die Kleinsten für Natur und Artenschutz begeistern will.

Das Projekt fördert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Weitere Informationen finden Sie unter www.kinder-garten.de.

Fotos: Klaus-Peter Wilbois, FiBL

Die Natur entdecken

Mit Philipp spielen und lernen

Die Natur entdecken

Die Natur steckt voller Rätsel und Geheimnisse. Für Kinder ist sie frisch und neu. Kinder betrachten ihre Umgebung mit staunender Aufmerksamkeit. Auf viele Kinder-Fragen gibt es in diesem Mitmach-Buch Antworten. Was fressen Tiere? Welche Gemüsesorten gibt es? Wie kommen Töne ins Ohr? Wie wächst Kresse und was hält den Vogel in der Luft?

In weiteren spannenden Experimenten können Kinder die Welt der Natur erfahren und erfassen. Eine Sonnenuhr basteln und Spiegelbilder ausmalen, das weckt Verständnis für komplexe Zusammenhänge. Im Brettspiel „Tropfenreise“ etwa machen die Spieler den Wasserkreislauf mit und erfahren, was ein Tropfen so alles lernen kann.

Philipp die Maus als liebenswerter und motivierender Wegbegleiter führt die Kinder durch eine Vielzahl von kurzweiligen und lehrreichen Förderaufgaben und Experimenten. In der Verbindung von Spielfreude und klaren „Versuchsanleitungen“ sind die Experimente und Spiele gut geeignet, um Vorschulkinder spielerisch zu fördern.

Die Natur entdecken
Mit Philipp spielen und lernen
Landa, Norbert, Türk, Hanne
Oberstebrink
ISBN: 9783963040085

Mehr unter: www.oberstebrink.de

Hier kostenlos zum Herunterladen zwei Seiten aus: „Die Natur entdecken“

Drei Stifte – sechs Farben! Download als PDF

Neues Internetportal „Migration und Gesundheit“

Sprachbarrieren bei einem Unfall können das Leben gefährden

Sprachbarrieren beim Arztbesuch oder bei einem Unfall können eine schnelle und passende Hilfe verhindern. Selbst wenn der Arzt schnell zur Stelle ist, braucht er genaue Informationen wo und wie es wehtut und was geschehen ist. Ärzte stehen Patienten, die kein Deutsch oder Englisch sprechen oftmals hilflos gegenüber. Hier schafft das neue Internetportal des Bundesministeriums für Gesundheit Abhilfe. Hier finden sich Informationsmaterialien rund um Gesundheit, Krankheit, Drogen und Pflege in bis zu 40 Sprachen. Die Broschüren stehen als PDF zum Download bereit.

Der Notfall Wortschatz etwa listet wichtige Vokabeln übersichtlich auf. Er beinhaltet Begriffe und Sätze für konkrete Situationen, wie „Mir ist schwindelig“, „Ich kann das nicht bewegen“ oder „Hier gab es einen Unfall“.

Weitere Broschüren befassen sich mit folgenden Themen:

  • Gesundheitswesen: (Notfall, Krankenversicherung, Organspende, Krankenhaus- Stationäre Versorgung)
  • Gesundheit und Vorsorge: (Vorsorge, Schutzimpfungen, Kindergesundheit)
  • Pflege: (Pflegeversicherung, Antragstellung, Beratung)
  • Sucht und Drogen: (Tabak, Illegale Drogen, Alkohol, Glücksspielsucht)

Das Portal richtet sich in erster Linie an MigrantInnen sowie haupt- und ehrenamtliche HelferInnen, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen. Zudem trägt das Online-Angebot dazu bei, das Gesundheitswesen in Deutschland besser zu verstehen, und es beantwortet Fragen rund um die eigene Gesundheit und die Kindergesundheit.

Mit der Unterstützung von MigrantInnen erweitert das Bundesministerium für Gesundheit das Portal fortlaufend. Neben der deutschen Fassung steht das Portal derzeit in türkischer und englischer Sprache zur Verfügung. Eine arabische und russische Fassung sind geplant.

Das Internetportal „Migration und Gesundheit“ mit mehrsprachigen Informationsangeboten: www.migration-gesundheit.bund.de

Foto: michaeljung, fotolia.de

Verlosung: 3 Bücher zum Thema Self-Coaching

Der Schlüssel für die Bewältigung vieler Herausforderungen ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Diese Entwicklung sollte praxisbezogen sein und kontinuierlich erfolgen. Nur so können wir auf die gewachsenen gesellschaftlichen Anforderungen angemessen reagieren.

Wie das geht, zeigt Ulrich Pommerenke in seinem Buch „Motivation und Erfolg – Strategien und Self-Coaching für Erzieherinnen“. Er hat es speziell für ErzieherInnen in Kindergärten verfasst. Es zeigt, wie wir uns selbst motivieren und unsere Persönlichkeit selbstbewusst und souverän weiter entwickeln können. Dabei helfen Self-Coachingelemente sowie Verhaltensstrategien. Das Buch ist nicht nur vollgepackt mit einer Menge Ideen, sondern auch mit Fragebögen und Schaubildern, die den Umgang mit dem komplexen Thema viel leichter werden lassen.

Wir verlosen 3 Bücher voller Anregungen und Ideen.

Motivation und Erfolg – Strategien und Self-Coaching für Erzieherinnen

Ulrich Pommerenke
Burckhardthaus, ISBN 978-3-934548-05-0

Weitere Informationen finden Sie der Homepage des Burckhardthaus Verlags.

 

Die Verlosung ist am19.1.2018 abgelaufen.

 

Bildwörterbuch Arabisch - Deutsch

Wir lernen Deutsch

Bildwörterbuch Arabisch - Deutsch

Die frisch und humorvoll illustrierten Objekte und Szenen machen deutsche Wörter, kurze Sätze und alltägliche Redewendungen aus dem Alltagsleben sogleich verständlich. So wird das Deutschlernen zum Spiel – und dieses Bildwörterbuch zum idealen Begleiter für alle, die Migrantenkindern beim Spracherwerb helfen. Einen kultursensiblen Zugang garantiert der bekannte islamische Kinderbuchautor Saniyasnain Khan. Und der ebenso populäre Illustrator Gurmeet schlägt eine fröhliche Brücke zur westlichen Bilderwelt.

So wird Sprache lernen zum Kinderspiel, das mit viel Freude verbunden ist.

Leseprobe (pdf)

Bildwörterbuch Arabisch-Deutsch
ISBN: 9783934333543
5,00 €

Mehr unter: www.oberstebrink.de

Die ganze Welt der Bildung

didacta Bildungsmesse vom 20. bis 24. Februar in Hannover

copyright Fotolia/ Urheber contrastwerkstatt

Die didacta 2018 in Hannover ist die Messeplattform, auf der sich Besucher effizient und zielgerichtet über die Aspekte des lebenslangen Lernens informieren können – von der frühkindlichen Erziehung über die schulische Bildung bis hin zu beruflichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein besonderer Fokus wird auf dem Ausstellungsschwerpunkt didacta DIGITAL und den Implikationen digitaler Technologien für das Bildungswesen liegen.

Die Ausstellungsbereiche der didacta 2018 in Hannover im Überblick:

Vom 20. – 24. Februar 2018 auf dem Messegelände Hannover

Fotos: didacta

Ich kann kochen!-Fortbildungen – kostenfrei und bundesweit

Jetzt zum Genussbotschafter schulen lassen

Foto: © Sarah Wiener Stiftung | Thomas Panzau

Zehn Jahre Sarah Wiener Stiftung - im Einsatz für gesunde Kinder

Seit zehn Jahren begeistert die Sarah Wiener Stiftung gemeinsam mit der Barmer Kinder für eine ausgewogene Ernährung. Das Besondere: Die Stiftung setzt auf praktische Erfahrung und holt Pädagogen und Kinder ab drei Jahren in die Küche. Ziel ist es, dass Kinder Spaß an vielseitiger Ernährung haben und lernen, sich selbst schmackhafte Gerichte zuzubereiten.

Die Sarah Wiener Stiftung macht Erzieher und Lehrer fit für das Arbeiten mit Kindern in der Küche. Die Stiftung gibt den Pädagogen alles an die Hand, was sie brauchen, um Kochprojekte bei sich in der Einrichtung umzusetzen.

Studien zeigen Wissensmangel beim Thema Ernährung

Studien zeigen einen erschreckenden Wissensmangel beim Thema Ernährung. "Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als sich ernähren zu können mit frischen und saisonalen Zutaten. Darum ist es essentiell, dass schon Kinder lernen, wie sie sich kleine Mahlzeiten zubereiten können. Kochen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Kochen hat auch mit Kommunikation, Feinmotorik und Teilhabe zu tun", sagt Stiftungsgründerin Sarah Wiener.

Mehr zur Stiftung auf sw-stiftung.de

Barmer-Fördergelder für Initiative „Ich kann kochen!“

Im Jahr 2015 hat die Sarah Wiener Stiftung mit der Krankenkasse BARMER die Initiative Ich kann kochen! gestartet, um gesunde Ernährung in alle Ecken Deutschlands zu bringen. Es ist die bundesweit größte Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern.

„Immer weniger Kinder lernen, wie sie sich gesund und ausgewogen ernähren können. Wir möchten Kitas und Grundschulen daher ermuntern, den Kindern das kleine Ernährungs-ABC über unsere Initiative „Ich kann kochen!“ zu vermitteln. Dazu stellt die Barmer in diesem Jahr rund eine Million Euro an Fördergeldern im Rahmen des Präventionsgesetzes bereit“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

50.000 Genussbotschafter für mehr als eine Million Kinder

Bei „Ich kann kochen!“ qualifizieren Ernährungsfachleute der Sarah Wiener Stiftung Pädagogen in einer eintägigen Fortbildung zu Genussbotschaftern. Im Anschluss können sie den Kindern in ihrer Kita oder Schule beibringen, wie sie sich gesund und genussvoll ernähren, indem sie zum Beispiel einfache, frische Mahlzeiten zubereiten. In den nächsten Jahren sollen 50.000 Pädagogen ausgebildet und mehr als eine Million Kinder erreicht werden.

Anmeldung für die Fortbildung zum Genussbotschafter für Pädagogische Fach- und Lehrkräfte www.ichkannkochen.de/mitmachen/anmeldung-teilnehmer.html

Fördergelder für Nahrungsmittel

Jede Einrichtung, die einen Genussbotschafter hat und die Ernährungsinitiative bei sich etabliert, kann eine finanzielle Starthilfe von 500 Euro bei der Barmer beantragen. Das entsprechende Antragsformular ist auf der Internetseite der Barmer erhältlich. Kitas und Grundschulen können die Fördermittel einsetzen, um Lebensmittel zu kaufen. Sie sind im Rahmen der Initiative „Ich kann kochen!“ zweckgebunden.

Kitas können den Antrag herunterladen unter www.barmer.de/g100185 und Schulen unter www.barmer.de/g100179.

Mehr Informationen über die Initative auf www.ichkannkochen.de

 

Foto: © Sarah Wiener Stiftung | photothek.net

Schülerinnen belegen Brote.

Foto: © Sarah Wiener Stiftung | Thomas Panzau

Von links: Sarah Wiener und Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstand der Krankenkasse BARMER, lassen sich von den Kindern der Koch AG an der Grundschule Beim Pachthof in Hamburg Horn zeigen, wie sie Möhrencremesuppe pürieren.

Qualität durch Teamarbeit

Selbstbildung als kollegiale Herausforderung

Schon seit einiger Zeit existiert für die Elementarpädagogik eine „Qualitäts- und Bildungsoffensive“, um Aufgaben, Inhalte, Vorgehensweisen, Ziele und Methoden der Arbeit zu dokumentieren. Vergessen wird dabei schnell, dass es immer schon eine Notwendigkeit war, eine deutliche Qualität im gemeinsamen Leben und Lernen mit Kindern zum Ausgangspunkt der Elementarpädagogik zu machen! Doch reichen weder hochgesetzte Ziele und schlagkräftige Schlagwörter noch markige Begriffsbezeichnungen aus, eine Qualitäts- und Bildungsoffensive voranzubringen. Vielmehr muss sich zunächst immer das Hauptaugenmerk auf die Personen und das Kollegium selbst richten, um auch tatsächlich eine hohe Qualität in der Praxis zu erreichen.

Ist ein Team tatsächlich ein Team?

Es gibt in der Elementarpädagogik – ähnlich wie in anderen Einrichtungen – kaum eine Arbeitsgruppe, die sich nicht als „Team“ bezeichnet. So wie die Begriffe „Ganzheitlichkeit der Pädagogik“ oder „Kindorientierung“ vielerorts zu inhaltsleeren Worthülsen mutiert sind, wird auch das Wort „Teamarbeit“ recht häufig vorschnell genutzt. Zunächst ist ein Team eine Leistungsgruppe, die sehr zielorientiert tätigkeitsnotwendige Aufgaben in Angriff nimmt und in effizienter Zusammenarbeit aktuelle Herausforderungen erkennt, aufgreift und konstruktiv löst. Dabei geht es primär um qualitativ hochwertige Orientierungen, zumal die Einrichtungs-, Programm- und Prozess-qualität immer von der Personal- und damit von der Teamqualität abhängig ist.

Merke: Eine Einrichtung ohne Teamarbeit lebt wie ein Fisch ohne Wasser bzw. eine Elementarpäda­gogik ohne Teamarbeit gleicht einem Auto ohne Kraftstoff – damit ist ein Vorwärtskommen ausgeschlossen.
Egozentrismus zerstört eine Teamentwicklung!

Vor Jahren gab es das Bild einer Aufgabenerfüllung im „Team“, bei der jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten/Fertigkeiten dazu beizutragen versuchte, seinen persönlichen, individuellen Anteil einzubringen, um sich einem angestrebten Ziel zu nähern. Es ging um ein Verständnis von Teamarbeit, wo Menschen mit unterschiedlichem Know-how, unterschiedlichen Ressourcen, unterschiedlichen Werten und Normen sowie unterschiedlichen Arbeitsauffassungen durch ihre Unterschiedlichkeit die Vielfalt eines „Teams“ ausmachten. Getreu dem Motto: In der Vielfalt und Unterschiedlichkeit liegt die Stärke eines Teams. Eine solche Vorstellung führte dann aber eher nur zu Teilerfolgen, Teilentwicklungen, Teilzielerreichungen oder zu Problemverschiebungen! Trotz dieser Erkenntnisse hat sich diese Vorstellung von „Team“ in vielen Arbeitsgruppen bis heute erhalten. Die Frage nach möglichen Gründen dafür ist schnell beantwortet. Auf der einen Seite besteht gerade in der (Elementar-)Pädagogik die Annahme, dass die Individualität bzw. das individuelle Interesse des Einzelnen eine höhere Priorität besitzt als eine gemeinsame, inhaltlich notwendige Aufgabenorientierung, die es zu erledigen gibt. Auf der anderen Seite setzen Menschen persönliche Bedürfnislagen über erforderliche Arbeitsanforderungen („Mir geht es heute nicht gut“/„Das kann ich nicht, jemand anders kann es besser“/„Es gibt nicht nur den Kindergarten für mich“/„Bei besserer Bezahlung würde ich mich auch mehr einbringen“ ...). Damit machen sie sich selbst – nicht die Kinder, nicht die Profilentwicklung einer Einrichtung, nicht die Qualitätsverbesserung des Tätigkeitsfeldes – zum eigentlichen Ausgangs- und Mittelpunkt der Betrachtung. Wenn in diesem Zusammenhang die Frage aufgeworfen werden muss, warum beispielsweise die Qualität vieler elementarpädagogischer Einrichtungen nur ausreichend oder mangelhaft ist (beispielsweise in den Arbeitsschwerpunkten Öffentlichkeitsarbeit, Elternbildung und -beratung, Struktur- und Zeitmanagement, Konflikt- und Methodenkompetenz, Bildungsarbeit in Sinnzusammenhängen), dann liegt die Antwort klar auf der Hand: Persönliche Eitelkeiten und ungelöste Gruppenkonflikte blockieren qualitätsgeprägte Entwicklungen. Aufgrund dieser Erkenntnis beginnen viele Kollegien damit, zunächst eine Bestandsaufnahme ihrer „Teamarbeit” zu machen, ausgerichtet auf die Frage, ob die eigene Arbeitsgruppe tatsächlich ein Team ist.

Eine Teamcheckliste: Sind wir überhaupt ein Team?

Es ist hilfreich, wenn sich alle Mitarbeiter/-innen in einem Kollegium zunächst auf folgende Eckwertefragen konzentrieren:

  • Gibt es gemeinsame handlungsleitende Werte, die auf eine persönliche und fachliche Weiterentwicklung ausgerichtet sind? Wenn ja, welche?
  • Besteht tatsächlich eine positive, zielbewusste Einstellung zu selbsterfahrungs- und fachorientiertem Lernen? (Beispiele von allen Kollegen!)
  • Fühlt sich tatsächlich jedes Mitglied des Kollegiums verantwortlich für das Profil der Einrichtung? Wie zeigt sich das bei wem in der Praxis?
  • Schätzt jede(r) Mitarbeiter/-in ihre Fach- und Handlungskompetenzen realistisch ein und werden von jedem Schritte unternommen, das vorhandene Potenzial Schritt für Schritt auszubauen? (Beschreibung von Entwicklungen!)
  • Gehören Tagesreflexionen im Hinblick auf Zielüberprüfungen zur alltäglichen Praxis und werden dabei entdeckte Defizite in konstruktive Handlungsziele umgearbeitet?
  • Werden persönliche Vorlieben und Interessen mit arbeitserforderlichen Notwendigkeiten verglichen und erstere ggf. zurückgestellt? (Beispiele!)
  • Bestimmt der konstruktive Dialog unter den Kollegen das tägliche Arbeitsklima oder gibt es destruktive Umgangsformen (sich aus dem Weg gehen, Oberflächlichkeit der Beziehungen)?
  • Werden Erwartungen bezüglich der persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung formuliert, offen geäußert und als neue Zielsetzungen für die eigene Person angesehen?
  • Werden Unstimmigkeiten im Kollegium von allen Personen thematisiert und auf sachlicher Ebene geklärt? Wer hält sich zurück bzw. zieht sich aus der Verantwortung?
  • Zeigen sich alle Kollegen als faire Mit-Streiter/-innen und bringen sie fachliche Neugierde, aktive Vorschläge bei bedeutsamen Fragestellungen und sachliches Interesse bei Problemlösestrategien mit?
  • Gehört ein „entdeckendes Lernen“ zum Alltag aller Mitarbeiter/-innen und unternehmen alle den Versuch, negative Merkmale der Arbeit zielorientiert zu verändern und positive Entwicklungen effektiv zu unterstützen bzw. zu toppen? (Beispiele!)
  • Sind alle Kollegen in der Selbst- und Fremdbeobachtung geübt und unterstützen sie durch aktive Handlungsschritte Selbst- und Fremdentwicklungsprozesse?
  • Kommen von allen Kollegen bei Dienstbesprechungen, Konferenzen und Arbeitssitzungen Impulse zur Verbesserung der Umgangskultur und des Arbeitsklimas?

Teamarbeit kennzeichnet sich also zunächst in einer zielorientierten Bestandsaufnahme des „Status quo“, weil es vor allem da­rum geht, den Teambegriff klar auf den Punkt zu bringen und ggf. Schwachpunkte zu verändern. So wie es einerseits kein „gutes“ oder „schlechtes“ Team gibt, gibt es andererseits doch den Begriff „Team“ selbst als ein feststehendes Qualitätsmerkmal. Andernfalls ist es eine Arbeitsgruppe, ein Kollegium oder ein Zusammenschluss von elementarpädagogischen Mitarbeiter/-innen. Wenn dem recht sorglosen und leichtfertigen Gebrauch des Begriffes „Team“ zunächst ein Riegel vorgeschoben wird, ist ein erster, aber wesentlicher Schritt im Aufbau einer Teamqualität getan.

Teamqualität und ihre Merkmale

Wenn es in der Programm- und Produktqualität einer elementarpädagogischen Einrichtung darum geht, Grundsatzfragen zu klären, konzeptionelle Eckwerte für die Pädagogik festzuschreiben und sowohl im Innen- als auch im Außenbereich transparent zu machen, den Kindern feste Bindungserfahrungen zu ermöglichen und den bedeutsamen Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsauftrag fachkompetent umzusetzen, bedeutsame Sachkontexte zu beachten und sinnverbundenes Verhalten zu zeigen, dann ist das Kollegium als Team der Ausgangspunkt für das Erreichen dieser Ziele.

Teamqualität zeigen heißt,

  • in lebendiger Auseinandersetzung miteinander persönliche und fachliche Unterschiede zu entdecken und durch Weiterentwicklung eine gemeinsame Sicht- und Verhaltens­basis aufzubauen;
  • Beziehungen miteinander zu thematisieren und dort, wo es nötig ist, Klärungsprozesse einzuleiten, um Widerstände, Vorurteile, Misstrauen und zurückliegende Verletzungen abzubauen;
  • Selbstverantwortung zu übernehmen und an den Stellen zu zeigen, an denen eine fachliche Profilierung angezeigt ist;
  • persönliche Ressourcen und eigene Potenziale immer wieder aufs Neue zu entdecken, aufzunehmen und auszubauen;
  • sich mit der Arbeit, den Zielen und fachlichen Aufgaben der eigenen Einrichtung zu identifizieren, um dem Haus ein unverwechselbares Profil geben zu können;
  • zurückliegende Erfahrungen auf ihren heutigen Bedeutungswert zu überprüfen und neue Visionen zuzulassen, damit aktuelle und künftige Anforderungen schon in der Gegenwart strukturiert vorbereitet werden können;
  • regelmäßige Dienstbesprechungen mit allen Beteiligten für fachliche Gespräche und Arbeitsplanungen zu nutzen;
  • bei Arbeitsvorhaben entsprechend einer Prioritätenliste Schwerpunkte zu setzen, bei denen jedes Mitglied des Kollegiums eine entsprechend anspruchsvolle Aufgabe übernimmt;
  • bei schwierigen Problemen oder größeren Konflikten hilfreiche Einigungsprozesse einzuleiten, um Beziehungsschwierigkeiten zu minimalisieren und Sachklärungen in den Vordergrund zu stellen;
  • motiviert, neugierig, engagiert und innovativ an einer Teamkultur mitzuarbeiten, sodass trotz aller neu auftauchenden Probleme und Fragestellungen ein gutes Klima für sach­orientierte Pädagogik hergestellt ist;
  • Konflikte als eine Herausforderung zu begreifen, in der es nicht um Sieger und Verlierer, sondern um Chancen der individuellen und institutionellen Entwicklung geht.

Ohne Frage ist ein Team damit die Quelle für Produktivität, Fantasie, Kreativität und gleichzeitig Realitätsbewusstsein. Damit ist ein Team auch ein Medium für lebendige Kommunikation und ein Ort für Sozialkompetenz und Fachorientierung. Das Team wird dann als Motor dafür wirken, nötige Arbeitsreformen zuzulassen und Systemveränderungen zu ermöglichen. Ein Team zeichnet sich als ein Ort der Leistungsmotivation aus und dient ganz nebenbei als Korrektiv für destruktiv eingeschlagene Arbeitswege.

Stolperfallen für die Teamentwicklung

Die Entwicklung von der Gruppe, dem Kollegium zum Team ist ein arbeitsintensiver Prozess, bei dem jeder dazu beitragen muss, dass diese Entwicklung in Gang gesetzt wird. Häufig gibt es Verhaltens­weisen, die es einer Gruppe erschweren, sich zu einem Team zu entwickeln. Vor allem sind es immer wieder dieselben Vorstellungen, die – offen oder verdeckt – dafür sorgen, dass Prozesse nicht vorankommen. So unterbricht ein „Harmonieverständnis“ die Dynamik, Dinge auf den Tisch zu bringen, um beispielsweise „alte Geschichten“, die sogenannten „Leichen im Keller“ zu thematisieren. Gleichzeitig werden oftmals „Problemmantelpunkte“ diskutiert, nicht selten in epischer Länge, durch die die eigentlichen Problemkerne verdeckt und ausgeklammert werden. „Fehlende Selbstkritik“ oder „Selbstdarstellungsversuche“ lenken von thematischen Schwerpunkten ebenso ab wie Rivalitäts- oder Machtkämpfe, die einzig und allein dem Ziel dienen, individuelle Beziehungsgefechte zu gewinnen.

Das Team als Klassifikation für Qualität und Güte

Das Team als Klassifikation für Qualität und Güte orientiert sich an professionellen Maßstäben, um mit Fach-, Sach- und Methodenkompetenz ein inhaltlich gesetztes Ziel zu erreichen. Das „offene Feedback“ als Einführung in einer Dienstbesprechung ist dabei ein ebenso großer Zeitkiller wie das Bestehen auf Begriffe wie z. B. „Offenheit“ oder „Toleranz“. Solche Schlagwörter sind in einer professionellen Pädagogik nicht mehr zu finden, ebenso wie zeitraubende Einstiegsrunden. Qualitätskriterien geben spezifische Anforderungen an Verhaltensmerkmale vor: Insofern ist Intoleranz gegenüber denjenigen Verhaltensweisen erforderlich, die eine Qualitätsentwicklung verhindern. Und wer unter Offenheit die Anforderung versteht, jede neue bildungspolitische Strömung zu verfolgen, vergibt die Chance einer sorgfältigen Prüfung, ob der neue Impuls tatsächlich nutzbar oder nutzlos, vielleicht sogar kontraproduktiv ist. Die Arbeit im Team hat sich den inhaltlichen Aufgaben einer Einrichtung zu stellen, in der Kinder entwicklungsförderliche oder -hemmende Einflüsse erfahren. Persönliche Befindlichkeiten sollten dabei stets im privaten Bereich geklärt werden (was nicht heißt, eine Beziehungskultur durch wertorientiertes Verhalten zu pflegen!).

Statt des „Spiegelns von Empfindungen als Form der Rückmeldung“ geht es um direkte, deutliche Auseinandersetzungen, die durch Klarheit und ein Interesse an allen Personen charakterisiert sind. Statt um „Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten“ geht es um problemverändernde Verhaltensanforderungen an sich selbst und andere, darum Unstimmigkeiten und Problemstellungen strukturiert auf den Tisch zu legen. Und wenn es in der Entwicklung von Teamarbeit immer wieder an nicht ausreichender Motivation zur Weiterentwicklung, an fehlendem Engagement, an unzureichenden Qualifikationsmerkmalen und an zu niedrigen Leistungsstandards liegt, dass Qualität in Kinderschuhen stecken bleibt, dann muss es dem Kollegium gelingen, Grundsätzlichkeiten zu klären! Und darin liegt stets der Kern von Teamentwicklungsprozessen. Erst wenn sogenannte Problemmantelpunkte (also Nebensächlichkeiten) beiseitegelegt und „Problemkerne“ (Aufgaben mit erster Priorität) inhaltlich gelöst werden, erst dann kann das Augenmerk auf eine von Qualität geprägte Elementarpädagogik gelenkt werden.

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Diesen Artikel haben wir aus dem Buch von Armin Krenz mit dem Titel „Grundlagen der Elementarpädagogik“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus-Laetare erschienen.

Grundlagen der Elementarpädagogik
Unverzichtbare Eckwerte für eine professionelle Frühpädagogik
Krenz, Armin
Burckhardthaus-Laetare
ISBN/EAN: 9783944548036
22,00 €

Mehr dazu auf www.burckhardthaus-laetare.de