Mai 2013

Wie man ein Kind stärken kann - Ein Handbuch für Kita und Familie

Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeitserfahrungen für KinderEinfach nur Kind zu sein das ist in unserer heutigen Welt gar nicht so einfach. Wie werden wir unterschiedlichen Kindern gerecht, zum Beispiel Mädchen, Jungen, Kindern mit Migrationshintergrund, hochbegabten Kindern? Wie können wir Kinder in wichtigen Übergangsphasen stärken, zum Beispiel beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule? Was ist zu tun, wenn Kinder schon sehr früh in schwierige Lebenslagen geraten? Wie kann man etwa Kinder unterstützen, die ein Familienmitglied verloren haben, oder solche, die in Trennungs- / Scheidungsfamilien aufwachsen? Kann man Kinder vor Drogen oder sexuellem Missbrauch schützen? Diese und viele weitere Fragen viele wissenschaftlich und elementarpädagogisch fundierte Antworten für Kita und Familie.

Irit Wyrobnik (Hrsg.): Wie man ein Kind stärken kann. Ein Handbuch für Kita und Familie.
Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) 2012. / Reihe: Frühe Bildung und Erziehung.
347 Seiten. ISBN 978-3-525-70134-8.

 

Raumgestaltung in Kitas für 0- bis 3-Jährige

Der Ausbau der Kleinkinderbetreuung ist in vollem Gange. Damit rückt auch die Gestaltung der Kitaräume in den Fokus. Denn die Architektur und die Ausstattung sind keine Nebensache: Räume wirken auch auf die kleinsten Kinder, genauso wie auf die Erwachsenen, die dort arbeiten. Das pädagogische Konzept kann und sollte sich daher in den Räumlichkeiten der Einrichtungen ausdrücken. Der Bildband Einblicke in Kitas und der Film Ganz nah dabei – Raumgestaltung in Kitas für 0- bis 3-Jährige, beide von Christel van Dieken und Julian van Dieken, widmen sich dem aktuellen Thema der Architektur und Möblierung von Krippen. Beide Neuerscheinungen bieten Tipps und Anregungen zur Erarbeitung eines Raumkonzepts und zur kreativen Nutzung unterschiedlicher Räume.

Was benötigen Kinder unter drei Jahren und wie müssen Räume beschaffen sein, damit sie beste Entwicklungschancen haben? Dieser Frage geht die DVD Ganz nah dabei – Raumgestaltung in Kita für 0- bis 3-Jährige nach. Der Film präsentiert Praxisbeispiele und Expertengespräche zur Planung, zum Bau, zur Ausstattung und zur Konzeptionsentwicklung. Eingeflossen ist eine einjährige Zusammenarbeit mit 13 verschiedenen Kitas. Das Begleitbuch ergänzt den Film um wichtige Hintergrundinformationen und Anregungen zur Bearbeitung des Themas.

Spiellandschaften, Rückzugsorte, Dekoration, Licht und Farben: Kita- Räume wirken beruhigend oder anregend, sie können Interesse wecken oder Klarheit und Struktur schaffen. Mit mehr als 250 Fotos zeigt der Band Einblicke in Kitas Beispiele von Räumen und Außengeländen verschiedener Einrichtungen aus ganz Deutschland. Die Bilder werden begleitet von Erläuterungen zur Bedeutung ästhetischer Gestaltung und zu Raumkonzepten. Betrachtet wird außerdem die Rolle von Eingangsbereichen, von Räumen, die sich den Grundbedürfnissen widmen und von Räumen, die Anlass zur Aktion bieten. Und auch die Gesamtarchitektur und der Außenbereich werden in den Blick genommen.

Zu den Autoren: Christel van Dieken arbeitet als Bildungsreferentin und Fach- und Organisationsberaterin von Kitas. Sie ist Leiterin der Lernwerkstatt van Dieken in Hamburg. Julian van Dieken ist Multimedia-Produzent, Filmemacher und Fotograf. Zusammen mit Christel van Dieken hat er mehrere Film- und Buchprojekte im Pädagogik-Bereich realisiert.

Ganz nah dabei – Raumgestaltung in Kitas für 0- bis 3-Jährige
Von Christel van Dieken und Julian van Dieken
DVd (Spielzeit 45 min) und Begleitbuch
ISBN 978-3-9-24785-1
Cornelsen 2013

www.cornelsen.de/erzieher

 

Konrad Känguru und Rita Rennmaus

Ein ebenso sinnliches wie lustvolles Bildungspaket zur integrierten Förderung von Bewegung, Sprache und Literacy bietet Renate Zimmer pädagogischen Fachkräften mit „Konrad und Rita“. Ein von Falko Honnen und Gabi Selbach liebevoll illustrierter Ordner mit pädagogischen Hintergrundinformationen, (Vorlese-) Geschichten und daran anknüpfenden Arbeitskarten für abwechslungsreiche Spiele sowie Sprach- und Bewegungsübungen wird dabei ergänzt durch zwei knuddelige Handpuppen.

Das innovative Konzept verknüpft, so Renate Zimmer, „die Lust der Kinder an Bewegung und die Freude am Spiel mit Sprache“. Aus den Geschichten rund um Konrad und Rita lassen sich in diesem Sinne vielfältige Sprach- und Bewegungsanlässe ableiten und sie bieten den Kindern die Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren und eigene Geschichten zu erfinden und z.B. mit den Handpuppen nachzuspielen.

Hauptakteure und Symbolfiguren des Bildungspakets sind die titelgebenden Rita, die Rennmaus und Konrad, das Känguru. Während der große Konrad eher ein bisschen träge und schwerfällig ist, ist die kleine Rita pfeilschnell und quirlig. Und so versucht sie immer wieder Konrad auf Trab zu bringen und in wilde (Bewegungs-) Abenteuer zu stürzen. Trotz oder gerade wegen aller Gegensätzlichkeiten und unterschiedlichen Stärken bleiben die beiden natürlich immer Freunde und lernen viel voneinander.

Bestellung unter: http://www.finken.de/kindergarten/konrad-rita-ordner.html?pk_campaign=kinderzeit
 
Die Bausteine im Einzelnen
Handbuch mit Hintergrundinformationen zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung
Im Handbuch werden das pädagogische Konzept des Bildungspakets erläutert und prägnante Hintergrundinformationen zur (Persönlichkeits-) Bildung und Entwicklung von Kindern gegeben. Das Kind wird hier als ein „von Anfang an aktiv lernendes, kompetentes und handelndes Wesen“ beschrieben und die sinnliche Wahrnehmung als zentraler Faktor der Entwicklung herausgehoben. In diesem Sinne plädiert Zimmer einmal mehr für vielfältigste und alle Sinne ansprechende Erfahrungs- und Bewegungsmöglichkeiten in der frühen Kindheit. Durch und in Bewegung erprobe das Kind nicht nur seinen Körper, sondern mache sich auch ein Bild von seinem „Selbst“ und seiner „Selbstwirksamkeit“. Über das Sozialverhalten und die emotionale Entwicklung geht Renate Zimmer dann zur (auch nonverbalen) Sprache, zum Spracherwerb und zur Litercay über. Dabei wird dargestellt, „welche Bildungsmöglichkeiten gerade in der Verbindung der Bereiche stecken und welches Lern- und Entwicklungspotenzial die Verbindung von Bewegung zur Sprache, zuLiteracyund damit zum Vertrautwerden mit der Lese- und Buchkultur hat“. Schon im Handbuch werden zu den einzelnen Bildungs- und Entwicklungsschritten auch schon Anknüpfungspunkte in den Geschichten von Konrad und Rita kenntlich gemacht.

 Die (Vorlese-) Geschichten von Konrad und Rita
In den ausdrucksstark und symphatisch illustrierten zwölf Geschichten können die Kinder Konrad und Rita bei ihren Abenteuern und Erlebnissen begleiten – vom „Bremskurs für Rennmäuse“ über „Konrad bei der Olympiade“ oder der „Rennmaus-Rallye“ bis zu den „Känguruh-Ruhespielen“. Die Geschichten zeigen, wie die beiden die Welt mit allen Sinnen erkunden und erobern und wie sie lernen, sich in aller Unterschiedlichkeit zu respektieren, Kompromisse zu schließen oder im Team zusammenzuarbeiten – auch mit anderen Tieren wie Rudi, dem Regenwurm oder Anton, dem Adler.
Gezielt  werden in den Geschichten immer wieder Impulse für eine grundlegende Sprachbildung und –förderung gegeben und zum Beispiel räumliche oder zeitliche Begriffe en passant eingeführt. Nicht zur kurz kommt auch der Spaß an der Sprache, an ihrer Melodie und Rhythmik – z.B. durch lustige Wort- und Satzkombinationen - sowie die Förderung der kommunikativen Kompetenz durch die frech-fröhlichen Dialoge der Protagonisten.

Arbeitskarten
Zu jeder der Geschichten gibt es fünf Arbeitskarten, auf denen anknüpfende Spielideen und dessen methodisch-didaktischer Rahmen prägnant vorgestellt werden. Den pädagogischen Fachkräften wird schlüssig aufgezeigt, wie die Geschichte in Bewegung umgesetzt und wie Bewegungsanlässe für Sprachanlässen genutzt werden können. Auf einem Blick wird angeführt, welche Bereiche in Sprache und Bewegung oder auch in der sozial-emotionalen Entwicklung dadurch besonders gefördert werden können und was zu beachten ist.

Handpuppen
Das Sahnehäubchen im Bildungspaket sind die knudelligen Handpuppen Konrad und Rita, die von Kindern ohne Zweifel sofort ins Herz geschlossen werden und sich zum Nachspielen, Fortführen und Verändern der Geschichten durch pädagogische Fachkräfte ebenso wie durch die Kinder selber anbieten. Sie können dabei ganz wesentlich zur Identifizierung mit den beiden Hauptfiguren beitragen und bieten einen sinnlich-emotionalen Ankerpunkt.

Quelle: www.nifbe.de


Piraten Teil 3: Smut Smutje, der Piratenkoch

Eine einsame Insel, ein Pirat mit Riesenhunger und ein echtes Abenteuer auf der Suche nach einem verschollenen Schatz! Smut Smutje, der liebenswerte Piratenkoch, ist alles andere als ein fürchterlicher Seeräuber. Aber ob es ihm gelingt, mit Hilfe der Nachwuchs-Piraten und der merkwürdigen magischen Hupe den Schatz zu finden - oder wenigstens einen echten Fisch zu angeln?

Auf einen Blick:
„Smut Smutje, der Piratenkoch“ beinhaltet Kernpunkte der Bildungsinhalte Wahrnehmung, Sprache, Bewegung, Theater, Mimik, Mathematik, Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen, interreligiöses/interkulturelles Leben und Ökologie.

Das Programm dauert rund 30 Minuten.

Es umfasst neben der theatralen Darbietung auch zahlreiche Zauberkunststücke, Sprech- und Bewegungsspiele sowie interaktive Elemente, die zum Zuhören und zum Mitmachen anregen.

Das Konzept:
Die Figur des Piratenkoches Smut Smutje wurde ganz bewusst abseits des gängigen Piratenklischees eines furchtlosen, düsteren Seebären angelegt. Smut Smutje ist vielmehr die Verkörperung eines liebevoll-tollpatschigen und zugleich neugierigen, wissbegierigen und freundlichen Piraten-Matrosen. Er soll kein falsches Helden- oder Männer-Bild verkörpern, sondern ist der Beweis dafür, dass man mit Besonnenheit, Köpfchen und gemeinsam mit anderen erfolgreich zum Ziel kommen kann. Gelebte Gemeinschaft ist dabei ein zentraler Aspekt im Programm: Didaktisch herausgearbeitet wird schnell klar, dass das große Ziel („Piratenschatz finden“) nur zusammen in der Gruppe erreicht werden kann. Dabei kommt es auch auf die Mithilfe der Ruhigeren und Zurückhaltenderen an. Ein weiteres Thema ist die Vermittlung von Toleranz und Akzeptanz (z. B. anderer Religionen). Außerdem streift das Programm spielerisch Aspekte zum Thema Sprache und Ökologie.

Das Piratenthema eignet sich hervorragend für eine kindgerechte Inszenierung.
Es weckt die Fantasie und lässt sich auch in der Vor- und Nachbereitung wunderbar umsetzen. Dafür liefern wir auf Wunsch kostenfrei ein umfangreiches Material-Set mit Spiele-Ideen, Vorlese-Geschichten, Basteltipps und weiteren Anregungen.

… ein wirkungsvoller Zauberspruch - aber unsere Kinder-Programme wurden nicht durch Zauberei, sondern in Zusammenarbeit mit dem Familienministerium Rheinland-Pfalz entwickelt. Gemeinsam konzipieren und gestalten wir die liebevollen magischen Mitmach-Shows speziell für die Anforderungen und Bedürfnisse von Kindertagesstätten. Deshalb orientieren sich die Inhalte an den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Ministeriums und greifen spielerisch die darin beschriebenen Bildungsbereiche und Querschnittsthemen in unterhaltsamer und fantasievoller Weise auf.

"Die Geheimniskrämer" sind viel mehr als nur ein lustiges Unterhaltungsprogramm: Wir setzen auf ein langfristiges Konzept, das Kitas und ihre Fachkräfte aktiv einbindet. Die Vorführung kann somit spielend leicht in den Alltag integriert werden und beispielsweise den Höhepunkt eines Themenschwerpunktes bilden. Hierfür stellen wir gerne weitere Spiel- und Arbeitsmaterialien bereit.

Mehr Infos unter www.kindergartenzauberei.de

Alles Tomate

"Alles Tomate!" ist ein immer wieder spannendes Karten-Merkspiel, das sich durch einfachste Regeln und langen Spielreiz auszeichnet. Sieben Kategorien aus dem Leben eines Bauernhofs bilden den Rahmen.

Zu jeder Kategorie (Nutztiere, Produkte, Obst, Gemüse, Erzeugnisse, Maschinen und Im Bauernhaus) liegt eine Karte verdeckt aus, deren Gegenstand sich die Spieler merken sollen. Dann wird eine Karte vom Stapel aufgedeckt, die anhand der Farbe die Kategorie festlegt, die jetzt gefragt ist. Wer am schnellsten den richtigen Gegenstand der verdeckten Karte ruft, bekommt diese. Die Aufgedeckte Karte wird nun verdeckt an deren Stelle gelegt. Doch vorher müssen sich die Spieler den neuen Gegenstand einprägen.
Wer weiß nach drei Runden noch welches Gemüse gesucht wird?

Mehr Infos unter:
http://www.zoch-verlag.com/spiele/karten-wuerfel/alles-tomate.html

Bestellung unter:
http://www.amazon.de/gp/product/B000VM2GQI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B000VM2GQI&linkCode=as2&tag=kinderzeit-21

Piraten Teil 2: Klaus Störtebeker, der berühmteste deutsche Pirat

Piraten wüteten „nur“ in der Karibik, im indischen Ozean oder im Pazifik. Denkste! Auch in Deutschland gab es einen richtig berühmt-berüchtigten Vertreter der Seeräuber. Er lebte vor mehr als 600 Jahren, also etwa um 1380, ganz im Norden Deutschlands. Bei den einfachen Leuten war er sehr beliebt, denn – so heißt es – er raubte die Schätze der Reichen und gab sie den Armen. Sein Name war Klaus Störtebeker.

Wie Störtebeker zu dem wurde was er war
An den Stränden der Nord- und Ostsee galt vor langer Zeit das so genannte Strandrecht. Dies bedeutete, dass die Küstenbewohner Dinge, die das Meer an den Strand gespült hatte, behalten durften. Manchmal aber halfen die Küstenbewohner dem „Finden“ ein wenig nach. Sie versetzten einfach das Leuchtfeuer an den Küsten und ließen so die Schiffe auf Riffe auflaufen. So manches Schiff sank dabei und seine Ladung wurde an Strand gespült und „gefunden“. Aus manch ehrlichem Mann war somit ein Strandräuber geworden.

In jener Zeit nahm auch der Handel auf dem Seeweg immer mehr zu. Die wichtigsten Städte an Nord- und Ostsee hatten sich zur so genannten Hanse zusammengeschlossen. Dieses Städtebündnis ermöglichte es ihnen, besser miteinander Geschäfte zu machen.

So zogen immer öfter beladene Handelsschiffe vor den Augen dieser Strandräuber vorüber. Einige verließen deshalb das Land und zogen fortan auf Schiffen als Seeräuber umher und überfielen einfach die Handelsschiffe der Hanse in der Nord- und Ostsee. Die größten Schrecken verbreiteten dabei die „Vitalienbrüder“ (Der Name Vitalienbrüder stammt von dem alten Wort „Viktualien“ ab, was soviel bedeutet wie Lebensmittel.) Die Vitalienbrüder waren ursprünglich Freibeuter, die in einem Krieg zwischen Schweden und Dänemark die Bewohner der schwedischen Stadt Stockholm mit Lebensmitteln versorgten. Nach Ende des Krieges entwickelten sich die Vitalienbrüder allerdings zu Seeräubern. Sie besetzten die dänische Ostseeinsel Gotland samt ihrer Hauptstadt Visby und errichteten dort einen Seeräuberstaat, von dem aus sie die schwer beladenen und plumpen Handelsschiffe der Hanse überfielen. Für die Städte der Hanse begann so eine schlimme Zeit.

Erst dem deutschen Ritterorden unter dem Hochmeister Konrad von Jungingen, gelang es, die Vitalienbrüder zu besiegen und den Seeräuberstaat zu zerschlagen.

Teile der Seeräuberbande gelang aber die Flucht. Unter der Führung von Klaus Störtebeker verlegten sie nun ihre Aktivitäten in die Nordsee, wo sie die Schiffe der Hanse, die nach England und Flandern fuhren, überfielen. Im Jahre 1401 gelang es aber einer Handelsflotte, Klaus Störtebeker und seinen Freund Godeke Michels samt ihren Mannschaften gefangen zu nehmen. Noch im selben Jahr wurden sie alle zum Tode durch das Schwert verurteilt.

Die Legende des kopflosen Piraten
Um Klaus Störtebeker rankt sich eine verwegene Legende. Sie besagt, er habe kurz vor seiner Hinrichtung mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt Hamburg eine Vereinbarung getroffen: All jene seiner Männer sollten frei kommen, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbei schreiten kann. Störtebeker ging angeblich an elf Männern vorbei, ehe ihm der Henker ein Bein stellte. Er fiel hin und konnte nicht mehr weiter.

Nach dem Sturz Störtebekers brach der Bürgermeister jedoch sein Versprechen und ließ alle Seeräuber hinrichten.

Schon gewusst...?

...dass der Name Störtebeker nichts anderes heißt als „stürz den Becher“? Klaus Störtebeker galt nämlich als sehr trinkfest. Man sagt, er habe einen 4-Liter-Humpen austrinken können, ohne den Becher einmal abzusetzen.

Quelle: www.hopsa-themaheft.de (Die Ausgabe mit den Piraten ist leider nicht mehr verfügbar)


Das Internet ABC

Was ist eigentlich ein Browser und wie wird das Wort ausgesprochen? Was bedeuten Flatrate, HTML und Raubkopie? Wer das ganz genau wissen will, für den gibt es hier kinderleichte Erklärungen.

Im Lexikon kann man einzelne Begriffe nachschlagen - es gibt aber auch eine Übersicht.
http://www.internet-abc.de/kinder/lexikon.php?SID=3WLDaR3OqADcZqUqQYesMxpwO6DzgPtk

Quelle: www.internet-abc.de

Das Tomatenfest

Hana hat einen grünen Daumen: Ein kleiner Tomatensetzling wird zu einer schönen Pflanze. Und dann feiert sie ein Tomatenfest.

Ein Tomatenpflänzchen aus dem Supermarkt findet bei Hana ein neues Zuhause. Sie hegt, pflegt und beschützt es. Sogar in die Ferien zu ihrer Oma muss die Tomatenpflanze mit. Dort pflanzen sie sie in den Gemüsegarten und bald sieht Hana erste kleine Tomatenkugeln. Auch ein schlimmer Sturm kann ihnen nichts anhaben. Endlich sind die Tomaten rot und reif. Hana ist stolz und fühlt sich jetzt wie eine richtige Gärtnerin. Was wird sie wohl im nächsten Jahr pflanzen?

Dieses Bilderbuch zeigt Kindern, dass Tomaten nicht im Supermarkt wachsen und lässt sie an der Freude teilhaben, die es macht, eigene Pflanzen zu pflegen und sogar etwas zu ernten.

Satomi Ichikawa reist gerne und viel, dennoch war sie länger als zwanzig Jahre nicht mehr in Japan. Als sie für Ausstellungen wieder dorthin reiste, besuchte sie auch den Garten, den ihre Mutter noch heute bewirtschaftet. Sie lernte zu schätzen, was sie als Kind als Last angesehen hatte. Jeden Morgen zeichnete sie die Pflanzen, das Gießen und Unkrautjäten und so entstand dieses Buch.

Satomi Ichikawa
Das Tomatenfest
40 S., Pappband in Fadenheftung
ISBN 978 3 89565 256 1
Ab 4 Jahre
www.moritzverlag.de



Sicherheit im Wickelraum

Aufgrund der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es erforderlich, den Arbeitsplatz Wickelbereich unter sicherheitstechnischen sowie ergonomischen Aspekten zu planen und einzurichten. Hier gibt es dazu die entsprechenden Infos.

Die Anzahl der Kinder unter 3 Jahren in den Kindertageseinrichtungen hat sich in der letzten Zeit drastisch erhöht, sodass auch die Anzahl der Wickelvorgänge entsprechend gestiegen ist. Umso wichtiger ist es, den Bereich so zu gestalten, dass gesundheitliche Schädigungen durch Unfälle bei den Kindern oder arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren beim pädagogischen Personal vermieden werden.

Die komplette Broschüre zu Download unter:
http://www.sichere-kita.de/wickelraum/_docs/wickelraum.pdf

Quelle: www.sichere-kita.de

Piraten Teil 1: Die Geschichte der Seeräuber

Piraten und Freibeuter, Kaperer und Korsare, Bukanier und Barbaresken – seit Schiffe über die Meere fahren und wertvolle Waren transportieren gibt es auch diejenigen, die die Boote überfallen und deren Schätze rauben. Die meisten der heute bekannten Seeräuber-Geschichten spielten sich im so genannten goldenen Zeitalter der Piraten, etwa zwischen 1670 und 1720, ab.

Doch Piraten gab es bereits lange zuvor. Bei den alten Griechen etwa. Damals überfielen die Seeräuber die Schiffe der wohlhabenden phönizischen Händler. Oder bei den Römern: Sie bekämpften die Piraten mit ihrer Kriegsflotte. Damit schützten die Römer ihre eigenen Schiffe, die die Stadt Rom mit Nahrungsmitteln aus Nordafrika versorgen sollten. Auch die Wikinger waren nicht ohne. Piraten dieses Volkes verbreiteten mit ihren Langschiffen in ganz Europa ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. Angst und Schrecken.

1392 errichteten die Vitalienbrüder in der Nordsee einen eigenen Seeräuberstaat. Von der dänischen Insel Gotland aus, überfielen sie Handelsschiffe und zahlreiche Küstenstädte. Zu ihren berüchtigsten Vertretern gehörten Klaus Störtebeker, der bekannteste deutsche Seeräuber, und sein Kumpan Godeke Michels.

Rund 100 Jahre später, ab dem 16. bis hinein ins 19. Jahrhundert bekämpften sich im Mittelmeer muslimische und christliche Piraten. Die muslimischen Piraten nannte man Barbaresken. Sie starteten ihre Beutezüge von der Nordküste Afrikas aus; Hauptstützpunkt der Christen war die Insel Malta. Beide Gruppen behaupteten, gegen Ungläubige vorzugehen.

Mit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 weitete sich die Piraterie auf die Neue Welt aus. Die Jagd nach dem Gold, nach Silber und Edelsteinen begann. Die Spanier gründeten ab dem 16. Jahrhundert in Süd- und Mittelamerika Kolonien. Sie beuteten die Länder gnadenlos aus und schickten ihre reich beladenen Schiffe auf große Fahrt zurück nach Spanien. Doch nicht alle kamen dort an. Überall auf den Weltmeeren lauerten Piraten, um die wertvolle Fracht zu rauben.

Doch die Piraten hatten es nicht nur auf spanische Schoner und Barken abgesehen. Auch die Franzosen schickten ebenso wie die Engländer, Portugiesen oder Niederländer Schiffe los, um die Sagen umwobenen Reichtümer der Neuen Welt zu ergattern. Gold und Edelsteine, Elfenbein und Gewürze, kostbare Stoffe, wertvoller Zucker, Perlen und Seide hatten sie an Bord – nicht nur aus Süd- oder Mittelamerika, auch aus Indien, China oder Afrika sollte die teure Ware nach Europa geschafft werden. Und immer wieder wurden die Schiffsbesatzungen und deren Ladung Opfer von brutalen Piratenüberfällen.

Häufig wurden „normale“ Seeleute zu Piraten, weil sie mit ihrem bisherigen Leben auf See unzufrieden waren. Sie hatten es satt, sich auf den Kriegs- und Handelsschiffen demütigen zu lassen; sie bekamen für harte Arbeit – wenn überhaupt - nur wenig Lohn. Aber auch Abenteurer, Galgenvögel, von zuhause weggelaufene oder verwaiste Jugendliche und sogar Frauen schlossen sich den Piratenbanden an. Und das obwohl sie genau wussten, was sie erwartete, wenn sie erwischt wurden: Sie wurden zum Tode verurteilt.

Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert rüsteten immer mehr gekrönte Häupter Piraten ganz offiziell aus, um Schiffe feindlicher Länder zu überfallen. Diese Piraten nannte man Freibeuter, Kaperer oder Korsaren. Ihr Auftrag war in einem Kaperbrief beschrieben. Der Vorteil: Im Gegensatz zu den übrigen Piraten hatten sie am Ende einer Kaperfahrt im eigenen Land nicht mit der Todesstrafe zu rechnen. Lediglich einen Großteil der Beute mussten sie dem jeweiligen Herrscher abtreten. Einer der bekanntesten Freibeuter war der Engländer Francis Drake, den die Königin nach einer seiner Kaperfahrten sogar in den Adelsstand erhob. Daneben trieben jedoch auch zahlreiche andere Seeräuber ihr Unwesen auf den Weltmeeren. Die Bukanier in der Karibik etwa, die alles und jeden angriffen – besonders aber die Spanier.

Mit der Zeit wurde das Reisen auf See so gefährlich, dass sich verschiedene Länder zusammenschlossen und sich darauf einigten, die Piraterie zu ächten und bekämpfen. Sie machten fortan mit gut ausgerüsteten Schiffen regelrecht Jagd auf die Piraten, mit dem Ergebnis, dass hunderte der Seeräuber gefangen und für ihre Verbrechen verurteilt, gehenkt oder verbannt wurden.

Um 1720 schließlich war das so genannte goldene Zeitalter der Piraterie vorbei – doch einigen der Anführer war es gelungen, sich in dieser Zeit zur berühmt-berüchtigten Legende zu machen.

Die modernen Piraten
Wer glaubt, Piraten gab es nur in längst vergangenen Zeiten, der irrt. Auch heute noch treiben Piraten auf den Weltmeeren ihr Unwesen. Besonders häufig kommt es im südchinesischen Meer oder in der so genannten Straße von Malakka (sie befindet sich in Asien zwischen Malaysia und Indonesien) zu brutalen und schwer bewaffneten Überfällen. Handelsschiffe aber auch Menschen auf Passagierschiffen gehören meist zu den Opfern.

Seit dem Jahr 1982 ist die Piraterie durch die so genannte UNO-Seerechtskonvention geächtet. Dieses Gesetz haben viele Länder gemeinsam entwickelt. Schiffe zu überfallen und zu plündern ist somit ganz offiziell verboten. Piraten rechtlich zu verfolgen, sie vor Gericht zu bringen und zu verurteilen, ist in der Praxis jedoch sehr schwer.

Quelle: Hopsa Themaheft 3 / www.hopsa-themahefte.de