Februar 2013

EIN DREIKLANG / Zuhören – Sprechen – (Vor)Lesen

Die vorliegende Praxisbroschüre möchte Ihnen Ideen anbieten, wie Sie „gemeinsam Zuhören – Sprechen – (Vor)Lesen“ in Ihren Einrichtungen, noch weiter ausbauen können.

Die hier vorgestellten Projekte zur Zuhör-, Sprach- und (Vor)Leseförderung sind in die Themenbereiche
„Künstlerischer, kreativer und fantasievoller Umgang mit Medien“ und „Mit allen Sinnen
entdecken, erforschen und erkunden“ gegliedert. Beim ersten Themenbereich bildet ein bestimmtes
Medium, beispielsweise ein Hörspiel, den Ausgangspunkt, während beim zweiten Themenbereich
der sinnliche Zugang zur kindlichen oder einer fremden Lebenswelt im Mittelpunkt steht. Projekte,
die zusätzlich einen Schwerpunkt auf die Mehrsprachigkeit setzen, tragen einen entsprechenden
Vermerk.

Jede Projektbeschreibung wird auf einer Doppelseite präsentiert und ist übersichtlich in mehrere
Rubriken gegliedert. Jeweils am Anfang fi nden sich Angaben zum zeitlichen Umfang (Vorbereitung,
Durchführung und ggf. Nachbereitung), zur Anzahl der teilnehmenden Kinder und der Zusammensetzung der Gruppe sowie zu den verwendeten Materialien, Büchern und CDs. Der überwiegende Teil der in den Projekten eingesetzten Medien ist im Handel erhältlich. Einige CDs und Bücher können nur bei der Stiftung Zuhören bestellt werden. Bezugsmöglichkeiten fi nden Sie im Serviceteil am Ende der Broschüre.

Die komplette Broschüre zu kostenlosen Download unter:
http://www.zuhoeren.de/fileadmin/content/documents/Praxisbrosch%C3%BCre_Ein_Dreiklang.pdf

Quelle: www.zuhoeren.de

Lärmprävention im Kindergarten

Die Minimierung von Gesundheitsgefährdungen ist eine Verpflichtung, die Arbeitgeber und Träger von Kindertageseinrichtungen gleichermaßen betrifft. Die vorliegende Broschüre beschreibt die akustisch-ergonomischen Rahmenbedingungen, Auswirkungen von Lärm und Möglichkeiten der Lärmreduzierung.

Entscheidend für eine sinnvolle Lärmprävention- bzw. Reduzierung sind dabei:

• die Optimierung der Raumakustik
• eine gesundheitsförderliche Struktur und Organisation der Kindertageseinrichtung
• wirksame pädagogische Interventionen

Diese Broschüre soll hierzu eine erste Hilfestellung bieten und Betroffene sowie Verantwortliche für
die Thematik sensibilisieren. Sie richtet sich an das pädagogische Personal in Kindertageseinrichtungen, Fachberater/innen, Eltern und Trägerinstitutionen sowie an alle Personen und Institutionen, die am
Bau und der Sanierung von Kindertageseinrichtungen beteiligt sind.

Ziel ist es, den Einfluss akustischer Bedingungen auf Arbeits- und Lernprozesse zu verdeutlichen und
Wege zu einer lebenswerteren Hörumwelt aufzuzeigen.

Die komplette Broschüre zum Download unter:
http://www.sichere-kita.de/_docs/pdf/laermpraevention.pdf

Quelle: www.sichere-kita.de

Aufessen ?! - ein Bilderbuch

„Iss schön deinen Teller leer“, sagt Mama. Aber still am Tisch sitzen ist langweilig! Wie gut, dass der Bär, der Wolf und das Krokodil so großen Hunger haben. In wenigen Sekunden ist der Teller leer. Doch dann fängt irgendwann der eigene Magen an zu knurren …

In "Aufessen?!" geht es um das manchman leidige Kinderthema "Teller leer essen". Auf amüsante Weise zeigt Rebecca Cobb, dass ein wenig Konkurrenz am Esstisch ab und an den Hunger anregen kann...

Rebecca Cobb
Aufessen?!
ISBN: 978-3-411-81117-5
32 Seiten
Format: 22,1 x 27,5 cm
www.sauerlaender.de

Ab 3 Jahren

"leben gestalten lernen - U3"

In dem Sammelordner „leben gestalten lernen – U3“ finden sich viele praxiserprobte Ideen und Inhalte, um mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren die Natur und den Jahreslauf unter dem Nachhaltigkeitsgedanken zu erleben. Themen wie Motorik oder biologische Vielfalt werden mit den Entwicklungsbereichen der frühen Kindheit verknüpft und die direkte Anwendung in der Praxis aufgezeigt.

Daneben ist ein besonderer Schwerpunkt die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Einrichtung. Drauf aufbauend bieten wir eintägige Weiterbildungstage für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen an.

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Krippe
Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist die Entwicklung von Kompetenzen und Werten, die es dem Menschen ermöglichen, aktiv an der Gestaltung seines Lebensumfeldes teilzuhaben und seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Hier wurde der Begriff der Gestaltungskompetenz eingeführt, die die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und Probleme nicht-nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können.

Bildung für nachhaltige Entwicklung respektiert den geschützten Raum der Kindheit und will nicht von Erwachsenen verursachte Problemlagen in die Kindertagesstätte verlagern. Im Gegenteil, Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet für die Kinder den Blickwinkel zu entdecken, welche großen Chancen für sie in einer sich immer dynamischer entwickelnden und vielfältigeren Welt liegen und welche Möglichkeiten zur Mitgestaltung vorhanden sind. Hier bietet zum einen unsere heimische Natur im Garten und Umfeld der Kindertagesstätte unzählige Möglichkeiten, Kinder als Entdecker ihrer Welt in all ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu stärken. Darüber hinaus bietet der pädagogische Alltag, bereits im Krippenalter diverse Handlungsfelder, im partizipativen Miteinander zu entscheiden, welche Aktionen und Spiele den Tagesablauf bestimmen sollen oder welche Schwerpunkte man sich setzen will. Entscheidend ist der Entwicklungsstand des Kindes, um das entsprechende Angebot auszuwählen. So lässt sich beispielsweise mit einem Zweijährigen keine Knospenkunde zum Thema Baum durchführen, aber sehr wohl eine Unterscheidung zwischen dünner Baum, dicker Baum oder das Fühlen von glatter und rissiger Rinde.

 

Erfahren Sie mehr über das Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auf dem BNE-Portal.

Unser Fortbildungsprogramm

Hier finden Sie Bilder und eine kurze Beschreibung zu unserem Fortbildungsprogramm für den Altersbereich der Unter-Dreijährigen >> Lesen Sie mehr...



Quelle: www.lbv.de

Unser Geld Teil 2: So wird Geld hergestellt

Millionen von Geldscheinen wechseln in Deutschland jeden Tag ihre Besitzer. Ohne Geld geht nichts. Aber wie wird denn Geld eigentlich hergestellt? hopsa! ging der Frage kindgerecht nach.

Die Geldherstellung ist eine ziemlich geheimnisvolle Sache. Die Geldmacher lassen sich nicht gerne auf die Finger schauen. Der Grund dafür: Verrät man zuviel, könnten Geldfälscher zu viel wissen.
Um es Ganoven so schwer wie möglich zu machen, werden Geldscheine nicht auf normalem Papier gedruckt. Das Material, aus dem Euro-Scheine bestehen, ist ein Baumwoll-Gemisch, das bereits mit dem Sicherheitsstreifen und dem Wasserzeichen geliefert wird. Den Sicherheitsstreifen und das Wasserzeichen kannst Du sehen, wenn Du den Schein gegen das Licht hältst. Übrigens: Angeblich kennen nur drei Menschen in ganz Europa das Rezept, wie das Spezialpapier zusammengesetzt ist.

Bögen werden abgezählt
Das Papier wird in Bögen, auf denen viele Scheine Platz haben, an die Spezialdruckereien geliefert. Mit dem Einlegen der Papierbögen in die Druckmaschine beginnt der eigentliche Vorgang der Geldherstellung. Die Bögen wurden zuvor genauestens abgezählt. Zur Kontrolle, damit sofort auffallen würde, wenn ein Bogen verschwindet.

Zuerst wird der Untergrund des Scheins, also die Farben und die Konturen (Umrisse), gedruckt. Bei weiteren Druckvorgängen werden die Sicherheitsfarbe sowie die Hologramm-Folie aufgebracht. Das Hologramm besteht aus dem Glitzerstreifen und/oder dem Glitzerzeichen. Als letzter Schritt bekommt jeder Schein eine Nummer aufgedruckt.

Immer wenn ein Stapel Geld von einer Maschine zur nächsten wechselt, kontrollieren die Mitarbeiter die Anzahl der Bögen. An jeder Maschine arbeiten stets zwei Leute – quasi als gegenseitige Kontrolle. Mit ihrer Unterschrift versichern sie, dass dieselbe Zahl an Bögen, die sie übernommen haben, die Maschine auch wieder verlassen hat. Damit wird sichergestellt, dass keine Geldbögen verschwinden. Fehlt ein Bogen, wird die Maschine gestoppt und der Bogen gesucht. Kein Mitarbeiter darf dann den Raum verlassen, bevor der fehlende Bogen gefunden wird. Es kommt schon mal vor, dass ein Bogen in der Druckmaschine stecken bleibt.

Viele Überwachungskameras
Die Sicherheit wird großgeschrieben. Es geht ja auch um viel Geld. Sehr viele Videokameras überwachen die Geldmacher bei ihrer Arbeit. Zudem sind die Ein- und Ausgänge mit Tresorschleusen ausgestattet.

Wenn die bedruckten Geldbögen trocken sind, werden daraus die einzelnen Scheine geschnitten. Anschließend überprüft eine Spezialmaschine die Scheine auf ihre Sicherheitsmerkmale. Nur wenn alles hundertprozentig in Ordnung ist, kommt ein Schein in Umlauf.

Die Euro-Münze: „Pille“ und äußerer Ring
Eine Ein-Euro-Münze hat 23 Millimeter im Durchmesser, ist zwei Millimeter dick und wiegt nicht einmal acht Gramm. Die Münze besteht aus „Nordisch Gold“, Zink und Nickel und wird aus zwei Teilen zusammengesetzt: der so genannten „Pille“ und dem äußeren Ring. Unter großem Druck werden die beiden Teile zu einem Geldstück gepresst. Dieses Vorgehen soll den Euro fälschungssicher machen. Doch wie immer wieder in den Medien zu lesen oder zu hören ist, werden auch diese Münzen gefälscht.

Quelle: Hopsa Themaheft 9 / www.hopsa-themaheft.de

Internationaler Tag der Muttersprache

Zum Internationalen Tag der Muttersprache erinnert die UNESCO an die weltweite Vielfalt der Sprachen. Von den heute rund 6.000 gesprochenen Sprachen sind nach Einschätzung der UNESCO die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Alle zwei Wochen geht eine Sprache verloren.

Seit dem Jahr 2000 begeht die UNESCO am 21.2. den Internationalen Tag der Muttersprache zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. In diesem Jahr liegt der Fokus auf muttersprachlichem Unterricht und inklusiver Bildung. Länder sollen ermutigt werden, Bildungsangebote und Schulunterricht in den jeweiligen Muttersprachen zu unterstützen.

Der UNESCO-Atlas für bedrohten Sprachen verzeichnet gegenwärtig 2.474 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region. Darunter befinden sich auch 230 Sprachen, die seit 1950 verschwunden sind. Der Atlas wird wöchentlich aktualisiert.

Dass Sprachen gefährdet sind, hat vielfältige Gründe. Krieg, Vertreibung und Stigmatisierung gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung der Sprachen. Auch neue Informationsmedien begünstigen den weltweiten Einfluss einzelner "großer" Sprachen, insbesondere des Englischen. Ein wichtiger Faktor zur Stärkung gefährdeter Sprachen ist eine positive Einstellung zur eigenen Muttersprache.

Sprache ist ein Wissensschatz

"Jede Sprache ist nicht nur ein Zeichensystem für unsere Kommunikation im Alltag. Sie ist auch ein jeweils einzigartiges, über unzählige Generationen gewachsenes Reservoir an menschlichen Erfahrungen und Kenntnissen", sagte Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. "Verschwindet eine Sprache, verliert die Weltgemeinschaft ein Stück Wissen über sich selbst. Das Bewahren von Sprachen bedeutet stets auch eine Anerkennung der wichtigen Werte regionaler Identität", so Bernecker.

In Deutschland finden vielfältige Aktionen am Tag der Muttersprache statt, darunter in Saarbrücken die grenzüberschreitende Veranstaltung "Muddaschpròòch!". Das Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg hat eine facettenreiche Sprachkultur. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg werden nicht nur Deutsch und Französisch gesprochen, sondern auch die Mundarten Moselfränkisch und Rheinfränkisch.

Quelle: www.unesco.de

Unser Geld Teil 1: Die Entstehungsgeschichte

Ware gegen Ware, in dieser Urform des Tauschhandels lag auch die Wurzel für die Entstehungsgeschichte des Geldes. Als die Menschen vor mehreren zehntausend Jahren sesshaft wurden, entwickelte sich eine erste Arbeitsteilung zwischen ihnen. Die einen wurden Jäger, andere Fischer, Bauern oder Werkzeugmacher und die Dinge, die sie benötigten und selbst nicht herstellen konnten, erwarben sie im Tausch gegen ihre Überschussprodukte.

Dieser direkte Tausch funktionierte aber nur solange, wie die Menschen in kleinen Dorfgemeinschaften zusammenlebten und genau das herstellten, was die anderen auch brauchten. Mit der zunehmenden beruflichen Spezialisierung und dem stärker werdenden Warenaustausch brachte der Naturaltausch aber immer mehr Probleme mit sich: Denn der andere brauchte ja nicht immer genau das, was man ihm für sein Produkt anbieten könnte.

Die Lösung bestand darin, ein „neutrales“ Tauschmittel als „Naturgeld“ zu finden, das von allen als wertvoll anerkannt und gebraucht wurde. In unseren Regionen handelte es sich dabei meistens um Getreide, Salz und Vieh, später um Metalle. So tauschte beispielsweise der Jäger seine Felle zuerst gegen Getreide, für das er dann die benötigten Speerspitzen erhielt.

Alle Kulturen besaßen ein solches Naturalgeld. In Island, wo die Menschen vom Fischfang lebten, bezahlten sie dann meist mit Fisch, vorwiegend Trockenfisch, in Mexiko mit Kakao-Bohnen, in China mit Teeziegel. In Tibet wurde noch bis zum Einmarsch der Chinesen im Jahr 1950 vielfach mit Getreide bezahlt. Der Nachteil der meisten Lebensmittel war allerdings, dass sie schnell verdarben und damit als Wertaufbewahrungsmittel nicht geeignet waren. Geeigneter waren da zum Beispiel die Schalen der Kaurischnecken aus dem Indischen- und Pazifischen Ozean. Sie zählen zum ältesten und am weitesten verbreiteten Naturalgeld. In Asien, Ozeanien und Afrika dienten diese Schalen fast dreieinhalbtausend Jahre lang, zum Teil bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, als Zahlungsmittel. Es besaß schon viele Eigenschaften des heutigen Geldes: fast unzerbrechlich, klein, leicht zu zählen, gut zu transportieren und zu horten.

Die ersten Münzen wurden im 7. Jahrhundert vor Christus in Lydien, auf dem Gebiet der heutigen Türkei, geprägt. Sie waren noch nicht rund und gleichmäßig gestanzt, wie unsere heutigen Münzen, sondern ovale Klümpchen mit buckligen Rändern. Diese Münzen wurden aus Elektron, einer Mischung aus Gold und Silber, hergestellt. Als Prägung trugen sie neben einem Löwenkopf auch das königliche Siegel. Das war wichtig für die Ausbreitung dieses ersten Münzgeldes, denn mit dem Siegel garantierte der König das Gewicht und den Wert der Münzen.

Von Lydien aus startete das Münzgeld seinen Siegeszug um die ganze Welt. Und zwar nicht nur als Tausch- und Zahlungsmittel, sondern auch als Wertmaßstab und Wertaufbewahrungsmittel. Athen, als Zentrum der griechischen Welt, führte bereits am Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus die Drachme als einheitliche Silbermünze ein. Sie blieb über viele Jahrhunderte die wichtigste Handelswährung der damaligen Welt. Und als griechische Währung wurde die Drachme erst 2002 durch den Euro abgelöst.

“Wer den Pfennig nicht ehrt ...”
Zur bekanntesten Münze avancierte der Taler, der im Sprachgebrauch auch heute noch häufig als Synonym für “Geldstück“ schlechthin dient. Ihren Namen und ihre europaweite Ausbreitung verdankt diese Münze den zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu entdeckten Silbervorkommen im böhmischen Joachimstal. Aus diesen Vorkommen wurde die Münze mit einem Silbergehalt von rund 27 Gramm geprägt. Zuerst hieß die Münze Joachimstaler, benannt nach dem heiligen Joachim, dem Schutzpatron der böhmischen Bergleute, der auf die Münze geprägt war. Doch bald wurde die große Silbermünze nur noch “Taler” genannt.

Schätzungen gehen davon aus, dass alleine zwischen 1520 und 1528 rund eine Million Taler geprägt wurden. Der Name Taler übertrug sich bald auf andere wertgleiche Guldengroschen, verbreitete sich über ganz Europa und eroberte später als “Dollar” die Neue Welt. Als Reichstaler zirkulierte die Münze im Deutschen Reich bis 1907 und in Österreich noch zwei Jahre länger.

In Deutschland entsprach bis 1871 der Silberwert (und bis vor dem ersten Weltkrieg auch der Goldwert) dem Nennwert der Münzen. So konnte man für einen Taler ebenso viel Silber kaufen wie er enthielt.

Fliegendes Geld
Der venezianische Kaufmann Marco Polo berichtete 1295, nach seiner Rückkehr aus China, von “fliegendem Geld”, dessen Papier aus der gemahlenen Rinde des Maulbeerbaumes hergestellt sei. In seinen Aufzeichnungen schrieb er: “Der oberste Münzmeister Seiner Majestät stempelt es dann mit einem Siegel in Zinnober. Auf diese Weise wird es zur gültigen Münze. All dieses Geld wird mit großem Gepränge und Aufsehen gemacht, als wenn es lauter lötig Silber oder reines Gold wäre.”

Seit dem 10. Jahrhundert gab es in China bereits staatliche Emissionen von Papiergeld, während es in Europa noch weitere 500 Jahre dauern sollte, bis die ersten Papiernoten mit Wertangabe und Siegel auftauchten.

Für die Händler wurde es im Mittelalter immer gefährlicher, ihre schweren Säcke voller Gold- und Silbermünzen auf ihren weiten Reisen mitzunehmen. Straßenräuber und Piraten machten die wichtigen Handelswege immer unsicherer. Um ihr Geld nicht zu verlieren, hinterlegten es die Händler bei den Banken und ließen sich darüber Quittungen ausstellen. Da ihre Handelspartner diese Quittungen als Schuldscheine anerkannten, wurden diese Zettel allmählich zu allgemein anerkannten Zahlungsmitteln. Die Bank bürgte für sie und die Geldsummen, die auf den Scheinen genannt wurden, waren durch die Einlagen bei der Bank gedeckt.

An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts geändert. Nur, dass inzwischen die Staaten die Banknoten emittieren und für Ihre Deckung bürgen. Allerdings begann mit der Einführung des Papiergeldes eine wichtige Veränderung in der Geschichte des Geldes. Denn zum ersten Mal bestimmte nicht mehr das Gewicht und das Material den Wert des Geldes, sondern der Nennwert, der auf fast wertlosem Papier gedruckt war.

Quelle: Hopsa Themaheft 9 / www.hopsa-themaheft.de

Musterhygieneplan für Kindertagesstätten

Ziel eines Hygieneplans ist es, die Kinder und Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen vor Infektionen zu schützen bzw. das Infektionsrisiko zu minimieren. Ein Hygieneplan kann nicht allgemeingültig sein, sondern muss auf die organisatorischen und bauli-chen Gegebenheiten im einzelnen angepasst und in regelmäßigen Abständen über-arbeitet werden. In einem Hygieneplan sollten auch die Gesetze, Verordnungen und Vorschriften berücksichtigt werden.

Hygienepläne sind bereichsbezogene Arbeitsanweisungen, die die jeweiligen bau-lich, funktionellen und organisatorischen Gegebenheiten sowie die möglichen Infekti-onsrisiken berücksichtigen. Im Hygieneplan sollten auch weitere Maßnahmen der Gesundheitsförderung und -erhaltung angesprochen werden, die über die Infektions-hygiene hinaus zur Prävention auch nichtübertragbarer Erkrankungen für Kinder und Personal beitragen bzw. optimale Bedingungen schaffen, die das Lernen begünsti-gen und das Wohlbefinden auch während eines ganztägigen Aufenthaltes in der Ein-richtung ermöglichen (z. B. Innenraumlufthygiene, Beleuchtung, Lärm).

In Gemeinschaftseinrichtungen ist laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) der Leiter der Einrichtung für die Sicherung der Hygiene (Anleitung und Kontrolle) verantwortlich. Er kann diese Aufgabe auch delegieren, z. B. kann er zu seiner Unterstützung einen Hygienebeauftragten bzw. ein Hygieneteam benennen, der/das die Überwachung und Aktualisierung des Hygieneplans beauftragt ist/sind. Auch die Kinder sollten regelmäßig über hygienebewusstes Verhalten informiert werden.

Der Hygieneplan ist jährlich hinsichtlich seiner Aktualität zu überprüfen und ggf. zu ändern. Er muss jederzeit für Beschäftigte und Reinigungskräfte zugänglich und ein-sehbar sein.

Der folgende Musterhygieneplan ist nur als Hilfestellung gedacht und beschreibt, welche allgemeinen Maßnahmen aus infektionsprophylaktischer Sicht eingehalten werden müssen.
http://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/40_Service_Publikationen/Musterhygieneplan_Kita.pdf

Quelle: www.gesundheitsamt.bw.de

Lolli räumt auf

Aller Ordnung Anfang ist schwer. Besonders, wenn die Kleinen noch gar nicht richtig verstehen, was das eigentlich bedeutet – Ordnung. Spielerisch können sich kleine Chaoskinder ab 24 Monaten hier mit dem Thema Aufräumen beschäftigen und überlegen, ob es wirklich eine gute Idee ist, einfach alle Sachen in den Kleiderschrank zu stopfen, denn wird der das aushalten? Eine lustige Geschichte und eine liebenswerte Heldin – genau das Richtige für kleine Aufräummuffel…

Ordnung ist das halbe Leben…
… Kinder spielen lieber in der anderen Hälfte! So auch das Katzenmädchen Lolli. Sie soll ihr Zimmer aufräumen. Aber wie, wenn der Kleinen doch so viele tolle Spiele einfallen? Und wo soll sie mit dem Aufräumen überhaupt anfangen? Bei den Bauklötzen? Nein, damit baut sie lieber einen hohen Turm! Soll sie Teddy in die Kiste packen? Nein, nein, erst muss noch sein Geburtstag gefeiert werden! Wer hat denn da Zeit zum aufräumen?

Cally Stronk, Judith Drews Lolli räumt auf Ab 24 Monaten / 12 Seiten
mit Klappen ISBN: 978-3-7607-8745-9 Erschienen am 03.12.2012

www.arsedition.de

Vegetarisch Essen im Kindergarten

Vegetarisch essen bedeutet mehr als Fleisch und Fisch einfach aus dem Gericht zu streichen. Ein vegetarisches Essen sollte so zusammengestellt sein, dass es die Anforderungen einer vollwertigen Verpflegung erfüllt. Es sollte den Bedarf der Kinder an Energie (Kalorien) und Nährstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen erfüllen. Mit den Informationen und Rezeptvorschlägen in dieser Broschüre werden die Verpflegungsverantwortlichen in Kitas dabei unterstützt, vollwertige vegetarische Gerichte in der Praxis umzusetzen.

NACHHALTIGE ERNÄHRUNG: ÖFTER VEGETARISCH ESSEN
Anregungen für Kindertagesstätten

  Mit einer Broschüre unterstützt die Ernährungsberatung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz Verpflegungsverantwortliche in Kitas, die öfter vegetarische Gerichte auf die Teller der Kleinen bringen wollen.
Eine ausgewogene und abwechslungsreiche ovo-lakto-vegetarische Ernährung – ohne Fleisch und Fisch, aber mit Eiern und Milchprodukten – kann für Kinder durchaus empfohlen werden. Das ist auch ganz im Sinne des „Qualitätsstandards für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Danach soll es maximal 2 Fleischgerichte pro Woche geben und auf Nachfrage soll ein vegetarisches Gericht im Angebot sein.
Vegetarisch essen bedeutet allerdings mehr als Fleisch und Fisch einfach aus dem Gericht zu streichen. Ein vegetarisches Essen sollte so zusammengestellt sein, dass es die Anforderungen einer vollwertigen Verpflegung erfüllt und den Bedarf der Kinder an Kalorien und Nährstoffen deckt.

Die Broschüre enthält Informationen zu den Formen vegetarischer Ernährung und erläutert die Vorteile eines reduzierten Fleischkonsums. Sie gibt Hinweise, wie die Nährstoffversorgung sichergestellt werden kann. Eine Übersicht stellt einige Fleischersatzprodukte vor. Vegetarisches Essen muss lecker sein, damit es überzeugt. Dabei helfen 20 Rezepte bei der Umsetzung vegetarischer Gerichte im Kita-Alltag.
  Download: Broschuere_Vegetarisch_Kita.pdf (934 KB)


Quelle: www.kitaverpflegung.rlp.de